Duisburgs Milliarden-Traum vom grünen Stahl : "Die letzte Chance, die wir haben"

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Alle reden von Klimaschutz, alle wollen die Industrie im Land halten. Duisburgs Stahlkocher packt bei vagen Wahlkampf-Sprüchen und leeren Worten die Wut. Bevor es zu spät ist, wollen sie die Ökowende hin zu grünem Stahl und grünem Wasserstoff - auch mit Steuergeld.

Irgendwann, sagen sie in Duisburg, waren die Öfen in Rheinhausen aus.

1993 ist das gewesen. Ein riesiges Stahlwerk - einfach geschlossen und abgewickelt. Kein Hochofen-Abstich mehr, kein rot verfärbter Himmel mehr auf der anderen Seite des großen Flusses. Stattdessen: Entlassungen, Arbeitslosigkeit, Abwicklung.

Auf dem weiten Gelände entstand später ein riesiges Logistikzentrum. Das brachte zwar Jobs. Hoch bezahlte Arbeitsplätze waren es aber nicht. Viele, die jetzt in Rheinhausen arbeiten, bekommen Niedriglöhne, die zum Lebensunterhalt nicht reichen - nur für ein tristes Dasein als Hartz-IV-Aufstocker.

„Duisburg ist ärmer geworden“, sagt Dieter Lieske. Der 63-jährige ist Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Duisburg und Dinslaken. Er weiß, wie es ist, wenn über Stellenabbau und Sozialpläne verhandelt werden muss.

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