Autoindustrie: Elektrisch und luxuriös: Die Autoindustrie im Wandel

Die deutschen Autobauer setzen inmitten des Chipmangels und Problemen in den Lieferketten auf ihre teuersten Modelle. Die Bilanz zeigt: ihre Strategie geht auf.

Veränderung ist die Konstante bei den wichtigsten deutschen Autobauern in Stuttgart, München und Ingolstadt. Im vergangenen Jahr haben die deutschen Hersteller angesichts des weltweiten Mangels an Halbleitern so wenige Autos gebaut wie seit 46 Jahren nicht mehr und trotzdem Rekordgewinne einfahren können.

Wie das? Klasse statt Masse.

Denn die Autos, die gebaut wurden, waren groß, teuer und sehr gefragt. In der Pandemie wurden zuerst die Hallen der Kleinwagen-Produktion zurückgefahren. Kunden günstigerer Autos müssen sich noch immer auf lange Wartezeiten einstellen. Angesichts der Chipkrise und steigender Materialpreise konzentrierten sich die Premiumhersteller auf ihre besonders liquiden Kunden, wie Frank Biller, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, im Gespräch mit The Pioneer erklärt:

“Es gibt mehr Nachfrage als Angebot. Das bringt natürlich die Hersteller in die glückliche Situation, die Rabatte auf ein minimales Niveau abschmelzen zu lassen und die Kunden zu bedienen, die die besten Preise bezahlen.”

Lädt...