Polen und Ungarn: Europas neue Musterschüler

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Flüchtlinge aus Nahost und Afrika waren in Polen und Ungarn nicht willkommen. Doch bei der Aufnahme von Ukrainern in Not leben beide Staaten eine beispiellose Solidarität vor. Ist das der Beginn ein neuen Harmonie zwischen Brüssel und den EU-Kritikern in Warschau und Budapest? Eine Analyse.

Polens Ministerpräsident appelliert an das Herz der Europäer.

„Wir als Gemeinschaft müssen den Kriegsflüchtlingen helfen“, sagt Mateusz Morawiecki in einem Video auf seinem Facebook-Account. Polen und weitere Nachbarstaaten der Ukraine seien bereits dabei, verkündet der polnische Nationalkonservative. Schnittbilder werden eingeblendet, in denen Morawiecki Geflüchtete auf polnischen Bahnhöfen tröstet, dazu dramatische Streicherklänge.

Es sind Bilder und Worte, die bis vor Kurzem wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. Doch in diesem Frühjahr der Kehrtwenden ist offenbar auch dies möglich: Polen stellt sich an die Spitze der europäischen Solidaritätsbewegung mit Geflüchteten - und Ungarn marschiert auch mit.

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