Gastbeitrag von Jaka Bizilj: Götterdämmerung in Russland

 © dpa

Der Filmproduzent und politische Aktivist Jaka Bizilj darüber, wie der Fall Nawalny, ein Korruptionsskandal und Verhaftungswellen Russland unter Putin von der Demokratie abkehren.

Alexei Nawalny ist zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er seinen Meldepflichten nicht nachgekommen sei - als ich ihn im Koma nach Deutschland flog. Die absurde Verurteilung von Alexei Nawalny deutet darauf hin, dass sich Russland unaufhaltsam von einer Demokratie hin zu einem autoritären Regime der Sowjetunion entwickelt, in dem schon Wladimir Putin seine Karriere als KGB-Offizier begann und in Dresden für die Stasi arbeitete.

Diese Entwicklung zeichnet sich seit Jahren ab und zeigt sich anhand von Meilensteinen wie der Ermordung von Anna Politkowskaja an Putins Geburtstag in 2006; den Verfassungsmanipulationen seit 2008, um Putins Machtstellung auf alle Ewigkeit sicherzustellen; der Inhaftierung von Pussy Riot 2012; der Annexion der Krim 2014; der Ermordung von Boris Nemtsov 2015; weiteren mysteriösen Toden von Aktivisten sowie Vergiftungen von Oppositionellen, und nun am Fall Nawalny mit unfassbaren Beweisen für ein FSB-Killerkommando, das laut Bellingcat in weitere Tötungen von Menschenrechtlern involviert war.

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