Kritik an den Corona-Regeln: Masken in der Öffentlichkeit sind überflüssig

 © dpa

Ines Kappstein ist Professorin für Hygiene und rät zum Abstand halten bei Gesprächen und zur Vermeidung von Berührungen von Auge, Nase und Mund. Das Tragen von Masken ist aus Ihrer Sicht aber überflüssig.

Ende April führten die Bundesländer eine Maskenpflicht für den ÖPNV und für Geschäfte ein. Vorangegangen war eine Neubewertung durch das Robert-Koch-Institut (RKI) und eine entsprechende Empfehlung an die Politik:

Diese Empfehlung beruhe "auf einer Neubewertung aufgrund der zunehmenden Evidenz, dass ein hoher Anteil von Übertragungen unbemerkt erfolgt, und zwar bereits vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen", hieß es.

Dass infizierte Personen bereits vor Beginn der Krankheitssymptome (potentiell) infektiös sind, ist von anderen Virusinfektionen bekannt, deren Erreger ebenfalls über das respiratorische Sekret ausgeschieden werden (z.B. Influenza, Masern). Dass dies bei Covid-19 auch der Fall ist, war deshalb für die Fachwelt zu erwarten.

Alle Menschen sollen an Orten, wo viele Menschen zusammenkommen, eine Maske tragen, um damit die Risikogruppen vor einem Erregerkontakt zu schützen. Für ein derartiges Übertragungsrisiko durch infizierte, aber noch nicht symptomatische Personen bei Begegnungen im öffentlichen Raum gibt es aber keine wissenschaftlichen Belege. Solange es also keinen Körper- und insbesondere Schleimhautkontakt gibt, wie es bei Paaren und in Familien üblich ist, ist das Risiko als äußerst gering einzuschätzen und rechtfertigt nicht die Maskenpflicht im öffentlichen Raum, sagt Krankenhaushygienikerin Ines Kappstein.

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