Bundestagswahl 2021: Meme-Wahl: Wieso die junge Generation der FDP ihre Stimme gab

 © imago

2,9 Millionen junge Wähler durften im Rahmen dieser Bundestagswahl erstmals an die Wahlurne treten. Ihr Votum überrascht: Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Grünen um die Gunst der „Generation Greta” konnte ausgerechnet die FDP für sich entscheiden. Ein Grund könnten Memes gewesen sein.

Die Bundestagswahl sollte eine Richtungswahl sein und von uns Erstwählern wurde sie auch als eine solche wahrgenommen. Und wir hatten Lust darauf, denn viele von uns sind von Ernsthaftigkeit getrieben und wissen, welche Veränderungen notwendig sind.

Gemeinsam sehnten wir uns nach Klarheit, nach Profil, nach einer Politik mit Zukunftskonzept und nach der großen Wende. Aber schlussendlich standen wir vor einer Wahlentscheidung und für uns alle stellte sich die Frage, wie sie zu treffen ist.

Rückblickend kann festgestellt werden, dass es für uns Erstwähler bei der Bundestagswahl weniger um die Verhinderung eines Linksbündnisses als um einen progressiven Aufbruch ging. Die Parteien der Großen Koalition wurden abgestraft und stattdessen eine Zitrus-Koalition aus FDP und Grünen auf den Thron gehoben.

„Fridays for Future"-Demonstration in Berlin. © dpa

Das unerwartet gute Abschneiden der FDP bei Erstwählern untergräbt dabei das Narrativ einer Generation, die bisher in der analogen Welt vor allem durch die „Fridays for Future”-Proteste auf sich aufmerksam gemacht hat. Dennoch ist der Erfolg die Fortsetzung einer Erzählung, die in den sozialen Netzwerken unbeachtet bereits seit Längerem gelebt wird.

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