Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock: Mission Kanzlerinnenamt

 © Imago

Sie ist der Liebling der Grünen. Doch am Tag ihrer Nominierung wendet sich Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock an jene, die noch nie grün gewählt haben. Die ersten Ökos warnen Baerbock bereits vor einem allzu mittigen Kurs.

Robert Habeck möchte gar nicht erst den Eindruck erwecken, dass ihm die Entscheidung leicht gefallen sei. "Wir beide wollten es“, gesteht der Grünen-Chef am Montagvormittag. „Schwierige Gespräche“ hätten er und Baerbock in den vergangenen Monaten zur Klärung der Frage geführt, wer von beiden ins Rennen um die Kanzlerschaft gehen soll.

„Aber am Ende kann es nur eine machen", sagt Habeck.

Habeck preist Baerbock als kämpferische, fokussierte, willensstarke Frau, ehe er ihr die Bühne überlässt. Sie streicht ihm im Vorbeigehen über den Arm.

Noch im Herbst 2017 war Annalena Baerbock eine kaum bekannte Bundestagsabgeordnete aus Potsdam. Sie hatte Mühe damit, die Brandenburger Lokalpresse für sich zu interessieren; erst recht galt dies für überregionale Medien.

Keine vier Jahre später hat die 41-jährige gebürtige Hannoveranerin die Chance, Kanzlerin zu werden. Und das als Grüne. Am Montag, an ihrem großen Tag, gibt Baerbock einen Einblick in die Strategie für ihre Mission Kanzleramt.

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