Energiesicherheit: Nord Stream 2 - die tickende Zeitbombe

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350 Millionen Kubikmeter Gas. 105 bar Druck. Und keiner mehr da, der nach dem Rechten sieht. Die Behörden beschwichtigen. Aber Umweltschützer schlagen Alarm.

Jetzt liegt sie einfach nur noch in der Ostsee rum. Die Pipeline Nord Stream 2. Sie sollte Erdgas aus Russland nach Deutschland bringen. Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine aber ist das Projekt erstmal tot. Die internationalen Sanktionen plus die deutsche Verweigerung einer Betriebserlaubnis haben aus dem Milliarden-Projekt ein Unternehmen mit Schrott-Wert gemacht.

55 Milliarden Kubikmeter Gas sollten jährlich durch die rund 10 Milliarden Euro teure Doppelröhre fließen. Und vor allem Deutschlands Exportwirtschaft mit billiger Energie versorgen. Dass daraus nichts wird, ist politisch gewollt und wohl auch nötig. Was aber aus den Anlagen wird, weiß gerade niemand. Und richtig zuständig will auch niemanden sein. Was fatale Folgen haben könnte.

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