Gastbeitrag von Josef Joffe: Fall Sarkozy: Sieg für die Herrschaft des Gesetzes

 © dpa

Macht treibt Versuchung hervor: Parteienfinanzierungsskandale und Korruption sind auch in den demokratischsten Institutionen zu beobachten. Ein Grund für Unmut, aber kein Anlass zur Beunruhigung findet ZEIT-Herausgeber Josef Joffe, sofern die Grundprinzipen des Rechtsstaates gewahrt bleiben.

Das harte Urteil gegen den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, der der illegalen Einflussnahme für schuldig befunden wurde, bestätigt aufs Neue eine alte Wahrheit der Politik. Selbst in den am festesten verankerten Demokratien der Welt bleibt die Korruption ein Fluch.

Macht verschafft einem immer mehr Macht. Sie entfaltet ihre wundersame Wirkung besser als Schmiergeld. Die Starken brauchen nicht mit dem Geldbeutel zu winken. Fünfhundert Jahre vor dem Urteil gegen Sarkozy erklärte Machiavelli bekanntermaßen in seinen Discorsi: „Geld reicht nicht hin, gute Soldaten zu schaffen, wohl aber reichen gute Soldaten hin, Geld zu schaffen.“ Mit anderen Worten: Macht übertrifft Geld.

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