Interview mit Gabor Steingart: "Selbstbewusst, aber nicht anmaßend"

Auf seinem Medienschiff "The Pioneer" schipperte der Journalist Gabor Steingart durch die Bundesrepublik. Was er sah und antraf, stimmt ihn zuversichtlich.

Weltwoche: Herr Steingart, seit Mitte 2020 fahren Sie mit Ihrem Schiff The Pioneer One durchs Land und fühlen den Puls der Bevölkerung. Erzählen Sie uns: Was haben Sie erlebt, wie geht es Deutschland?

Steingart: Das Land ist geistig und kulturell vitaler, als es der Zustand der politischen Klasse vermuten lässt. Die über tausend Menschen, mit denen wir jeweils ein Stück auf dem Wasser zurückgelegt haben, waren fröhlich, ideenreich und zuversichtlich. Nur wenn wir über den Zustand der Berliner Republik sprachen, kehrte Melancholie in den Gesichtszügen ein.

Weltwoche: Welche Themen bewegen das Land? Worüber reden die Deutschen

Steingart: Viele sorgen sich wegen eines dysfunktionalen Staats: Die Internetverbindungen sind lausig, die Schulen in einem bemitleidenswerten Zustand, die Bahn ist überfordert. Und die Schulden bewegen sich auf Rekordhöhe.

Weltwoche: Worum machen Sie sich am meisten Sorgen?

Steingart: Dass wir mit unseren Kindern nicht verantwortungsbewusst umgehen. Sie sind der größte Rohstoff dieses Landes. Und wir tun nichts, um diesen wertvollen Rohstoff fachgerecht zu explorieren. In den Kinderzimmern und in den Schulen findet die größte Talentverschwendung statt. Vorschulkinder könnten eine Sprache in hundertfacher Geschwindigkeit lernen. Stattdessen wird gepuzzelt.

Weltwoche: Was freut Sie?

Steingart: Mein Lichtblick sind die Gründer von Biontech, die uns mit dem Zaubertrank versorgen. Insgesamt sind die Familienunternehmer für viele der Garant dafür, dass Deutschland nicht abstürzt; sie vermitteln Stabilität, und es gelten traditionelle Werte wie Freundschaft, Leistung, Eigenverantwortung.

Weltwoche: Wie würden Sie die Deutschen charakterisieren? Was beeindruckt Sie?

Steingart: Ihre Gelassenheit ist großartig. Inmitten des Zeitalters der Überforderung funktioniert der demokratische Kompass. Die Ränder wurden bei der Bundestagswahl geschwächt und die Mitte gestärkt. Wobei diese Mitte eben nicht mehr automatisch CDU bedeutet. Die Mitte von heute ist bunter; Grün, Gelb und Rot gehören längst dazu.

Weltwoche: Gibt es eine Eigenart, die Sie auf Ihren Fahrten neu kennengelernt haben?

Steingart: Der Standesdünkel, auch der von Journalisten, ist nahezu verschwunden. Früher, beim Spiegel, wo ich zwanzig Jahre gearbeitet habe, glaubten wir, wir seien etwas Besseres. Besser als andere Journalisten und Politiker – und klüger als die Leser sowieso. Gerade auf einer Expeditionsreise, wo Journalisten, Tontechniker, Schiffsjungen und Kapitäne in jeder Stadt auf die Bürger treffen, zeigt sich eine neue Egalität. Der Gedanke, dass wir nicht gleich, aber gleich wertvoll sind, hat sich durchgesetzt. Das neue Deutschland ist selbstbewusst, aber nicht anmaßend.

Weltwoche: Inwiefern widerspiegeln sich Ihre Schifffahrtserlebnisse im Wahlausgang?

Steingart: Armin Laschet hat uns besucht, aber er konnte die Gäste nicht überzeugen. Die Menschen waren wohlwollend, aber eben nicht begeistert. Die politische Suppe war zu dünn.

 © Anne Hufnagl

Weltwoche: Ist das eine gute Wahl, aus der Perspektive Ihrer Alltagseindrücke?

Steingart: Deutschland ist nicht nach links gerückt. Die Mitte hat sich artikuliert: Die Menschen wollen Olaf Scholz, aber keinen Sozialismus. Die grünen Wähler wollen Klimaschutz, aber nicht den Überwachungsstaat. Das liberale Element wurde gestärkt. Die FDP ist nicht mehr nur die Partei der Besserverdiener, sondern auch der Jungen und Weltoffenen.

Weltwoche: Welche Koalition ist, aus Ihrer Sicht, nun die beste für Deutschland?

Steingart: Trotz der Kombinationsmöglichkeiten gibt es zu einer SPD-geführten Ampelkoalition keine Alternative. Grüne und Liberale können und dürfen einer abgehalfterten CDU nicht in den Sattel verhelfen. Das wäre zwar nicht gegen unsere Wahlgesetze, aber gegen den Geist der Demokratie.

Weltwoche: SPD und CDU erzielten historische Tiefstände: Was heißt das?

Steingart: Am Sonntag wurde die Ära Merkel beendet. Der politische Konservatismus ist begründungspflichtig geworden. Aber die Wahl hat auch gezeigt: Totgesagte leben länger, wenn an der Spitze ein vertrauenswürdiges und kompetentes Gesicht auftaucht. Der Zentralwert der Deutschen ist eben nicht Marktwirtschaft und nicht Sozialismus, sondern Normalität.

Weltwoche: Wie beurteilen Sie Christian Lindner, den Königsmacher?

Steingart: Er hat verdammt gute Nerven. Er kann mit Niederlagen umgehen und sie vor allem in Siege verwandeln. Seine Schwächen in der Vergangenheit: zu sprunghaft und zu laut. Der neue, gemässigte Ton steht ihm besser.

 © ThePioneer

Weltwoche: Flirtet er zu sehr mit den Grünen?

Steingart: Ich glaube nicht, dass er flirtet. Er sucht eine Mehrheit für seine Überzeugungen.

Weltwoche: Sie waren einmal bei den Grünen: Würden Sie heute immer noch beitreten?

Steingart: Unbedingt. Das war eine prägende Erfahrung. Ich gehörte zur grünen Gründergeneration, war einer dieser fleißigen und neugierigen Realos und durfte damals als Zweitsemester in der Universitätsstadt Marburg politische Verantwortung übernehmen. Ich gehörte plötzlich den Aufsichtsräten von so bedeutsamen Unternehmen wie der Schlachthof AG, der Fremdenverkehrs AG oder dem Aufsichtsgremium des Altersheims St. Jakob an. Ich saß im Haushaltsausschuss einer 60 000-Einwohner-Stadt. Und das Beste: Wir regierten mit. Meine Lernkurve war so steil wie die Flugbahn von Apollo 11.

Weltwoche: Einst standen die Grünen für Basisdemokratie. Heute steht dies nicht mehr im Wahlprogramm. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Steingart: Es hat sich herausgestellt, dass auch in der Demokratie Führung notwendig ist – demokratisch kontrollierte Führung. Aber die Idee der Basisdemokratie, dass Menschen über ihr Leben und ihr Gemeinwesen mitbestimmen wollen und dürfen, und dies nicht nur alle vier Jahre, finde ich nach wie vor charmant. Übrigens: Die Grünen habe ich an dem Tag verlassen, an dem ich als Journalist zu arbeiten begann. Parteibuch und journalistische Unabhängigkeit passen für mich nicht zusammen.

Weltwoche: Die Grünen erreichten knapp 15 Prozent, während Wahlumfragen zeitweise fast 30 Prozent prognostizierten. Was lief schief?

Steingart: Umfragen sind Stimmungsbilder, keine Prognosen. Die Grünen haben aber die demoskopischen Depeschen falsch gelesen. Die Kanzlerkandidatur war ein Missverständnis, eine Anmassung, die zurückgewiesen wurde.

Annalena Baerbock und Robert Habeck auf dem Weg zum Parteitag am Berliner Westhafen - rechts im Hintergrund die Pioneer One. © dpa

Weltwoche: Könnte man das schlechte Resultat von Frau Baerbock auch als eine Art "Absage an die Frauenquote" werten?

Steingart: Ich glaube nicht. Das Resultat ist nur dann schlecht, wenn man es ins Verhältnis zu den übertriebenen Erwartungen setzt. Gemessen an der Wahl 2017, war es ein Erfolg. Es gibt für die Grünen keinen Grund zu hadern, sie spielen eine wichtige Rolle. Nur nicht die Hauptrolle. Das müssen sie annehmen.

Weltwoche: Sagen Sie etwas Positives über Armin Laschet.

Steingart: Armin Laschet ist das, was man einen feinen Kerl nennt. Er besitzt Humor und ist den Menschen zugewandt. Mit ihm ist man gerne zusammen.

Weltwoche: Unsere These: Er wird Kanzler. Weil die Ampel an Lindner scheitert.

Steingart: Das wäre ein Husarenstück. Die CDU ist abgewählt. Ein grüner Parteitag wird dieser Krönung nicht zustimmen. Es sei denn: SPD und Grüne verkrachen sich. Und vergessen Sie nicht: Lindner ist ein wichtiger Spieler, aber nicht der alleinige Königsmacher.

Weltwoche: Von den Sturzfliegern zum Senkrechtstarter: Olaf Scholz. Wie war diese Aufholjagd möglich?

Steingart: Olaf Scholz hat eine Fünfsternekampagne geführt, präzis und konsistent. Keine Ausrutscher, keine Peinlichkeiten. Vom Plakat bis zum persönlichen Auftritt war alles aus einem Guss. Das hat man in diesem Perfektionsgrad in Deutschland lange nicht mehr gesehen. Und die nach links gedrehte SPD dahinter hat einen wichtigen Beitrag geleistet, indem sie die Klappe gehalten hat. Sein Auftritt und ihr Schweigen, das war die Zauberformel.

Olaf Scholz  © Anne Hufnagl

Von der Schweiz können wir viel lernen. Die deutsche Demokratie unterfordert die Menschen.

Gabor Steingart

Weltwoche: Olaf Scholz wirkt fast schon unheimlich professionell. Der Mann strahlt etwas geradezu Computergeneriertes aus. Wie schätzen Sie ihn als Menschen ein?

Steingart: Er ist kein Roboter, aber er ist sehr kontrolliert. Ich bin ein großer Fan des Buchs "Sei nicht authentisch" von Stefan Wachtel. Im Berufsleben, ob als Politiker oder als Vorstandschef, gehe es um ein rollengerechtes Verhalten statt um Authentizität oder Individualität. Eine Führungsfigur dürfe nicht verrückt, albern und wankelmütig sein, sondern müsse Kompetenz, Relevanz und Stabilität vermitteln. Scholz steht für dieses rollengerechte Verhalten. Er ist jetzt nicht der Olaf. Er ist Deutschland.

Weltwoche: Wünschen sich die Deutschen am Ende nicht immer eine große Koalition?

Steingart: Das ist ein Vorurteil, aber in einem haben Sie recht: Deutschland ist ein Land der Mitte.

Weltwoche: Mehr Demokratie wagen: Hätten das die Bürger nach ihren heldenhaften Leistungen - demokratischer Wiederaufbau, Aufbau und Finanzierung der EU, des Euro, der Wiedervereinigung, der Migrationswelle – nicht mehr verdient?

Steingart: Hier können wir von der Schweiz viel lernen. Die bundesdeutsche Demokratie unterfordert die Menschen.

Weltwoche: Welchen Missstand muss die neue Regierung jetzt anpacken?

Steingart: Deutschland befindet sich in einem Modernisierungsstau. Der Staat ist nicht fit für das 21. Jahrhundert. Auf der anderen Seite braucht die Wirtschaft den modernen Staat – nicht als Vormund, aber als klugen Regelsetzer. Sonst werden der Sprung ins digitale Zeitalter und die Transformation unserer Energieversorgung nicht gelingen.

Weltwoche: Unser Gefühl: Deutschland geht in Richtung Planwirtschaft. Und erst noch ohne Plan. Sehen Sie das auch so?

Steingart: Wir erleben den anmaßenden und übergriffigen Staat, der alles regeln will und im Alltag nicht liefert. Er will die Mobilitätswende organisieren und bekommt nicht mal seine Bahn AG in Ordnung. Meine Meinung: Die Planwirtschaft fällt aus, schon weil der Staat keinen Plan hat.

Weltwoche: Wie steht es eigentlich um die Freiheit in Deutschland?

Steingart: Freiheit wird nicht geschenkt, man muss sie sich erkämpfen. Jeden Tag neu. Meinungsfreiheit beginnt dann, wenn andere wollen, dass du schweigst.

Weltwoche: Der britische Autor John Kampfner ist zuversichtlich für Deutschland, weil die Deutschen "so selbstkritisch" seien. Das sei besser als die Überheblichkeit der Franzosen, der Snobismus der Briten und die Sorglosigkeit der Südländer. Würden Sie Kampfner widersprechen?

Steingart: Ich finde, wir müssten wieder selbstkritischer sein. Es geht nicht darum, das Gespenst von Weimar zu beschwören. Aber es geht darum, der Schönfärberei ein Ende zu setzen. Deutschland muss sich am Riemen reißen.

 © ThePioneer

Weltwoche: Viele freuen sich, dass die Ära Merkel endet. Halten Sie dagegen: Was ist Merkels größte Qualität?

Steingart: Ihre Standfestigkeit.

Weltwoche: Ist Deutschland heute besser als vor sechzehn Jahren?

Steingart: Auf jeden Fall, Deutschland gedeiht, nur wachsen andere schneller. Aus dieser Differenz ergibt sich unsere Problematik: Deutschland war früher ein ökonomischer Angreiferstaat. Heute spielen wir auf Halten.

Weltwoche: Merkels größter Fehler?

Steingart: Dass sie das Gespräch über Alternativen nie geschätzt hat. Das Land wurde von ihr nicht geführt, sondern eingenordet.

Weltwoche: Mit Merkel wurde rechts zum Sperrbezirk: Haben wir hier eine undemokratische Verengung des Meinungskorridors?

Steingart: Es gab zumindest den Versuch, alle Gedanken rechts der Mitte aus dem Diskurs auszuschliessen. Das war ein Fehler und hat zur Trotzreaktion geführt. Die AfD ist eine solche Trotzreaktion.

Weltwoche: Wie beurteilen Sie die AfD?

Steingart: Das ist eine Partei, in der stramme Konservative und Rechtsextreme zusammengefunden haben. Sie ist für mich der Notausschalter, der deutliche Hinweis, das etwas nicht in Ordnung ist. Aber die Lösung ist sie nicht. Nach dieser Bundestagswahl müsste die Partei ohnehin umbenannt werden in "Alternative für Ostdeutschland". Überall musste sie Verluste hinnehmen, nur im Osten kann sie reüssieren.

Eine Infografik mit dem Titel: Alternative für Ostdeutschland

Zweitstimmenanteile der AfD bei der Wahl 2021 nach Bundesland, in Prozent

Weltwoche: Was halten Sie der AfD zugute?

Steingart: Nichts, ich finde, die AfD hat die Chance verpasst, sich von ihrem braunen Flügel zu trennen.

Weltwoche: Finden Sie es nicht beleidigend, wenn Millionen von Wählern unterstellt wird, sie würden Nazis hinterherlaufen? Unser Eindruck ist anders: Die Deutschen sind doch ein Stabilitätsanker der relativen Vernunft. Sie haben eine erdbebensichere Demokratie nicht nur aufgebaut, sie leben sie auch.

Steingart: Die AfD ist für mich kein Stabilitätsanker. Ich würde jedem unzufriedenen Bürger raten, sich nicht in die Nähe von Holocaustleugnern, Antisemiten und Ausländerfeinden zu bewegen. Auch Unzufriedenheit mit den herrschenden Zuständen entschuldigt die- sen Flirt mit der Vergangenheit nicht. Wir alle sind nicht für die Nazizeit verantwortlich. Aber wir sind dafür verantwortlich, dass sie sich nie wiederholt.

Weltwoche: Zum politischen Klima: Wurde der Tonfall rauer oder die Gesellschaft über- empfindlicher?

Steingart: Beides. Die inhaltliche Kontroverse ist das Lebenselixier der Demokratie. Deshalb darf man sich von sogenannten Identitätspolitikern nicht ins Bockshorn jagen lassen.

Weltwoche: Sie waren zwanzig Jahre beim Spiegel, danach Chefredaktor und Verleger das Handelsblatts: Warum wurden Sie Journalist?

Steingart: Rudolf Augstein hat mal gesagt: Jeder gute Journalist träumt davon, mit seinen Texten die Welt besser zu machen. Ich glaube, da hat er recht.

Weltwoche: In Ihren Worten, was ist guter Journalismus? Worum geht es?

Steingart: Meinungsfreiheit beginnt, wenn andere wollen, dass du schweigst. Der Journalist muss sagen, was los ist. Und wenn er, gewissermassen als Hobby, auch das denkt, was noch gar keiner vor ihm gedacht hat, umso besser. Dann ist er auf dem Weg vom Journalisten zum Publizisten.

Weltwoche: Vor drei Jahren gründeten Sie Ihr eigenes Unternehmen, Media Pioneer. Wie lautet Ihre Botschaft? Was ist Ihr Credo?

Steingart: Wir haben den Satz von Hannah Arendt zu unserem gemacht: "Wahrheit gibt es nur zu zweien."

Weltwoche: Kann es sein, dass der deutsche Medienbetrieb eine romantische Beziehung zur Apokalypse pflegt?

Steingart: Viele Journalisten fühlen sich als Teil einer Apokalypse-Industrie. Ich nicht. Ein Journalismus, der in Wahrheit Negativismus ist, kann dem Land keinen Dienst erweisen.

Weltwoche: Sie sind in Westberlin geboren. Wie hat Sie die geteilte Stadt geprägt?

Steingart: Hier konnte man erleben, was Polarisierung wirklich bedeutet. Am Ende der Zuspitzung war alles gespalten: das Denken, das Leben, die Stadt. Und meine Familie auch.

Weltwoche: Ihre Mutter ist Deutsche, der Vater stammt aus Ungarn: Wie denken Sie über Ungarn, Ihre zweite Heimat?

Steingart: Meine Gedanken dazu sind zu komplex, als dass ich sie hier teilen möchte. Ungarn ist ein schwieriges Vaterland.

Weltwoche: Sie haben drei Kinder: Wie lauten Ihre Erziehungsgrundsätze?

Steingart: Ich versuche, die Erziehung nicht wie Erziehung aussehen zu lassen. Ich versuche, Vorbild zu sein. Albert Camus: "Gehe nicht vor mir her, vielleicht folge ich dir nicht. Geh nicht hinter mir, vielleicht führe ich dich nicht. Geh einfach neben mir und sei mein Freund".

Dieses Interview ist erstmalig in der Weltwoche Nr. 39.21 erschienen.