CDU-Wahlkampf-Tour : Was nun, Herr Laschet?

 © dpa

Umfrage-Schock, Murren in den eigenen Reihen - und ein Kanzlerkandidat in der Defensive. Die Union schaut in diesen Tagen in den Abgrund. Unterwegs mit Armin Laschet, der plötzlich auf Elon Musk trifft. Ein Mann, bei dem man viel über die perfekte Inszenierung lernen kann.

Freitagvormittag, draußen vor den Toren Berlins: Armin Laschet besucht die neue Tesla-Gigafactory. Oder besser gesagt: Die Baustelle. An der Seite des CDU-Chefs ist niemand geringerer als Konzernboss Elon Musk. Der Milliardär führt Laschet durch die Gießerei.

„Do you think he could be the next chancellor?“, ruft ein Journalist.

Ich nehme es an, antwortet Musk. Das sei aber Sache der Wähler in Deutschland. „He seems like a great guy“, schiebt er hinterher.

Laschet hebt die rechte Hand, zeigt zu den Kamerateams, als wolle er sagen: „Habt Ihr das drauf?“

Der CDU-Chef und der Tesla-Chef sprechen dann noch viel über Genehmigungsverfahren, die beschleunigt werden müssen, über Deutschland und über die Zukunft der Automobilwirtschaft.

Das Treffen mit Musk, der für großes Denken steht, war für Armin Laschet, der sich zuletzt im Klein-Klein verloren hatte, das hoffnungsvolle Ende einer harten Woche.

Um genauer zu sein: Einer rabenschwarzen Woche mit einem Umfrage-Schock, der die Union in tiefe Verunsicherung versetzt hat. Die Wahlkampf-Pannen und der Lacher im Hochwassergebiet wirken nach.

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