Bundeswehr: Warum wir weibliche Dienstgrade brauchen

Feldwebelin, Bootsfrau, Oberstleutnantin? Seit 2001 stehen Frauen alle Laufbahnen in der Bundeswehr offen – auch in den Kampftruppen. Eine weibliche Bezeichnung aber gibt es für sie nicht. Das muss sich ändern. Ein Plädoyer.

Es ist der 13. Oktober 2020, der Abend meiner Nominierung zur Bundestagskandidatin.

Die Kreisverbände haben alles perfekt vorbereitet. Mein Lebenslauf liegt auf jedem Stuhl. Ich gehe durch die Reihen, um meine Genossinnen und Genossen zu begrüßen. Ich höre immer wieder, wie über meinen Dienstgrad diskutiert wird.

Im Anschluss an die Veranstaltung werde ich, wie schon Tausende Male zuvor, gefragt, warum ich Oberstleutnant und nicht Oberstleutnantin sei. Frauen seien doch nun schon eine ganze Weile in der Truppe. Ob die Bundeswehr nicht weiter sei.

Tja.

Wie so oft, lächle ich die Frage weg. Mir fällt auch heute, nach fast 20 Jahren Frauen im Dienst an der Waffe, keine plausible Erklärung dafür ein.

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