Gastbeitrag von Sigmar Gabriel und John B. Emerson: Wir brauchen eine neue Agenda der Gemeinsamkeiten

Deutschland und Amerika verbindet eine wichtige Partnerschaft. Es reicht aber nicht aus, nur die transatlantische Erfolgsgeschichte zu beschwören.

Der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit hat uns auch daran erinnert, wie wichtig die deutsch-amerikanische Partnerschaft war und ist. Denn ohne das Vertrauen der Vereinigten Staaten wäre die Skepsis vieler unserer europäischen Nachbarn vermutlich nicht oder nur weit schwieriger zu überwinden gewesen. Wie in jeder Beziehung gab es Höhen und Tiefen. Unsere enge Bindung beruht aber nicht nur auf Geschichte und Sentimentalität: Wir verfolgen gemeinsame Interessen und Ziele und stehen für dieselben Werte.

Unsere Verfassungen beruhen auf der Überzeugung, dass alle Menschen frei und gleich sind und dass dieses Recht auf Freiheit und Selbstverwirklichung unveräußerlich ist. Freie Wahlen, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Presse- und Meinungsfreiheit dienen dem Schutz dieser Freiheit. 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, wird dieses freiheitliche Wertefundament der deutsch-amerikanischen Beziehungen von innen wie von außen immer mehr in Frage gestellt.

Hinzu kommen globale Herausforderungen die kein Land alleine bewältigen kann. Besonders deutlich macht dies die globale Covid-Pandemie. Sie hat auf schmerzliche Weise aufgezeigt, wie verletzlich unsere vernetzte und miteinander verflochtene Welt tatsächlich ist. Der globale Lockdown und die Verlangsamung der Weltwirtschaft wird alle ärmer machen.

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