Staatsministerin Anna Lührmann im Interview: "Wir müssen noch enger zusammenrücken"

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Anna Lührmann ist die neue Staatsministerin für Europa im Auswärtigen Amt. Der Westbalkan und der Klimaschutz standen ganz oben auf der Agenda der Grünen-Politikerin - doch dann brach der Ukraine-Krieg aus. Ein Gespräch über Multitasking in der Außenpolitik.

Staatsministerin Lührmann, Sie saßen von 2002 bis 2009 für die Grünen im Bundestag, waren anschließend international als Demokratieforscherin tätig, kehrten letzten Herbst in den Bundestag zurück, sind jetzt Staatsministerin für Europa und Klima im Auswärtigen Amt - und haben es sogleich mit einer internationalen Großkrise zu tun. Wie prägt der Konflikt mit Russland Ihre Arbeit?

Anna Lührmann: Der russische Angriffskrieg beschäftigt uns auf allen Ebenen sehr. Mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine bricht Putin das Völkerrecht und verursacht unvorstellbares Leid in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Die diplomatischen Bemühungen laufen auf allen Ebenen innerhalb der EU und allen regionalen und internationalen Organisationen. Auch ich habe mich beim jüngsten informellen Rat der Europaministerinnen und –minister in Arlès mit meinen Kolleginnen und Kollegen beraten.

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