Pioneer-Analyse: 3. Welt: Rückzug der Investoren

Die Staatschefs der Entwicklungsländer müssen, um einer tiefen Rezession und der sich anbahnenden Hungerkrise gegenzusteuern, die Staatsschulden hochfahren. Eine Analyse von Gabor Steingart.

wenn man die Lage der Entwicklungsländer mit einem Filmtitel beschreiben sollte, dann wäre es wohl dieser: Den Letzten beißen die Hunde. Nur, dass die Hauptrolle diesmal nicht von Clint Eastwood gespielt wird, sondern von Millionen Menschen, die kein Happy End zu erwarten haben.

Unterernährte Kinder im Süden von Madagaskar © dpa

Die Dritte Welt, die man aus Gründen der politischen Korrektheit so nicht mehr nennen soll, ist aus Sicht der internationalen Investoren aber im Moment genau das: drittklassig. In Sonntagsreden wird sie gepriesen, um sie beim ersten Anzeichen globaler Krisensymptome zu meiden wie man einen Aussätzigen meidet.

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