Weltmächte: China vs. USA: Die unbequeme Wahrheit

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Warum die historische Auseinandersetzung zwischen der USA und China, auch eine Auseinandersetzung zwischen einer angestammten und einer werdenden Weltmacht ist. Die acht wichtigsten Kennziffern dieser historischen Auseinandersetzung, analysiert Gabor Steingart.

Wenn man der westlichen Parteitags-Berichterstattung aus Peking folgt, könnte man den Eindruck gewinnen, ein ökonomisch angeschlagenes System zieht sich auf seinen autoritären, um nicht zu sagen diktatorischen Kern zurück. Dabei werden in der westlichen Berichterstattung, um in der marxistischen Terminologie zu bleiben, Überbau und Basis verwechselt.

Der politische Überbau ist eine Parteidiktatur mit allem Drum und Dran: Suspendierung der bürgerlichen Freiheiten. Die Partei hat immer recht. Wer nicht folgt, wird abgeführt. Das wichtigste Argument ist und bleibt die Repression.

Die ökonomische Basis aber, auf der sich dieser kommunistische Parteienstaat austoben kann, ist eine Volkswirtschaft, die sich trotz Krieg in Europa, trotz globaler Pandemie und einer historisch einmaligen Energiepreisexplosion wacker schlägt. Die Aufholjagd gegenüber den USA, die man als globale Führungsmacht ablösen möchte, kommt langsamer voran als geplant. Aber sie kommt voran.

Joe Biden und Xi Jinping © dpa

Der Vergleich der acht wichtigsten Kennziffern zeigt den Stand dieser historischen Auseinandersetzung einer angestammten Weltmacht mit einer Weltmacht im Werden:

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