Energiekrise: Gasumlage: Der Sündenfall

Die umstrittene Gasumlage soll die Energieversorger entlasten. Unter den potenziellen Beziehern befinden sich Unternehmen, die bis zuletzt eine große Umsatzsteigerung vermeldeten. Eine Analyse von Gabor Steingart.

Der Bundeskanzler hatte bei seiner Wahl versprochen, Respekt sei das Leitmotiv seines Regierungshandelns. Aber die geplante Gasumlage ist in höchstem Maße respektlos – und zwar gegenüber dem Gaskunden. Hier sind die sechs Gründe, die unsere Regierung unbedingt zur Kenntnis nehmen sollte, bevor sie daran geht, Milliarden beim Bürger abzusaugen und sie auf die falschen Konten zu pumpen:

1. Die meisten Energiekonzerne, die Hilfen aus dem Umlagefonds beantragt haben, brauchen das Geld gar nicht. Sie machen derzeit sehr gute Geschäfte mit den gestiegenen Energiepreisen; die wenigsten Unternehmen sind ganz und gar vom Gas abhängig. Im Handelsblatt heißt es:

Von den insgesamt zwölf Konzernen, die nach ersten Schätzungen mit 34 Milliarden Euro unterstützt werden sollen, sind nach Handelsblatt-Recherchen die wenigsten auf staatliche Hilfe angewiesen. Die meisten dürften betriebswirtschaftlich als ungefährdet gelten.

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