Pioneer Analyse: Klimapolitik – neu denken!

Die Gegenwartskrise hört nicht in der Ukraine auf, die ganze Welt ist in Gefahr. Die Klimapanik muss zu einer realpolitischen Klimapolitik werden.

In der Medizin ist diese Arbeitsteilung eine Selbstverständlichkeit: Die Forscher der Pharmafirmen wollen den Krebs besiegen. Man setzt Milliarden auf den großen Durchbruch.

Zugleich aber kümmern sich dieselben Firmen um Medikamente zur Linderung der Erkrankung. Wenn man dem Krebs auf die Schnelle schon nicht den Garaus machen kann, so das Kalkül, nimmt man ihm wenigstens seine Grausamkeit. Es geht um die Linderung von Schmerz und die Gewinnung von Lebenszeit.

Genau diese Doppelstrategie fehlt in der Klimapolitik, die nur als Klimapanik zu haben ist. Mit sich überschlagender Stimme beschwören die Aktivisten – darunter auch Politiker und Wissenschaftler – die Apokalypse, um Regierungs- und Firmenchefs zur unverzüglichen Dekarbonisierung aller Produktionsprozesse und Logistikketten zu zwingen.

Waldbrand in Portugal © dpa

Eine pragmatische Klimafolgenpolitik wurde hingegen bisher nicht entwickelt. Sie gilt sogar als politisch unkorrekt. Die Politik setzt – unter dem Druck der Klimabewegung – auf alles oder nichts. Die multiplen Gegenwartskrisen – Wasserknappheit in Deutschland und Italien, Waldbrände in Portugal, Spanien und Deutschland, Hitzetode in Indien und Afrika, Extremwetter rund um den Globus – liefern lediglich das Propagandamaterial für die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels.

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