die folgende Szene sollte jeder deutsche Bundeskanzler kennen und auch jene Männer und Frauen, die es später werden wollen. Es geht um nur drei Worte, aber damit um die wichtigste Wegweisung, die man einem politischen Machthaber geben kann.
Es war der Abend des 30. Juni 2009. Der Ort des Geschehens: das Weiße Haus, genauer gesagt die private Residenz des Präsidenten Barack Obama.
Neun Historiker waren anwesend, allesamt Experten für amerikanische Geschichte und die Rolle der verschiedenen Präsidenten in dieser Geschichte: Doris Kearns Goodwin, Michael Beschloss, Robert Caro, Robert Dallek, Douglas Brinkley, H. W. Brands, David Kennedy, Kenneth Mack und Garry Wills.
Obama ging um den Tisch, sprach jeden mit Namen an und bat ihn, über den Präsidenten zu sprechen, den er am intensivsten erforscht hatte. Für die Runde war strikte Vertraulichkeit verabredet.
Obama bei einer Rede im Weißen Haus, 30.06.2009 © dpaWas Obama, der erst wenige Monate im Amt war, umtrieb, war die Frage: Wie werde ich ein „transformativer“ Präsident – ein Regierungschef, der den Unterschied macht, der seine im Wahlkampf annoncierte Reformagenda von „Hope and Change“ auch durch die vierjährige Amtszeit trägt.
Nach der übereinstimmenden Darstellung von Garry Wills und Robert Dallek, die beide später ihr Schweigegelübde brachen, riet die Runde nahezu einhellig davon ab, die amerikanische Armeepräsenz in Afghanistan auszubauen sowie überhaupt den Krieg als Fortsetzung der Politik zu begreifen. Dallek war es, der die drei entscheidenden Worte aussprach: War kills reform.
Der Autor mehrerer Präsidentenbiografien zog die historische Parallele zum Weltkriegspräsidenten Roosevelt – der sich vom „Dr. New Deal“ zum „Dr. Win-the-War“ wandelte – und zu Lyndon B. Johnson, ebenfalls ein Präsident, der tiefgreifende innenpolitische Reformen anstrebte und dann abbrach. Mit seinem Programm der „Great Society“ setzte er historische Meilensteine wie den Civil Rights Act, Medicare (Krankenversicherung für Senioren) und massive Programme zur Armutsbekämpfung.
Doch dann eskalierte er den Vietnamkrieg. Aus den Militärberatern wurden Soldaten, aus den Soldaten wurde eine Armee.
Historiker und Schriftsteller Robert Dallek auf der Frankfurter Buchmesse, 08.10.2003 © ImagoDer Krieg verschlang schließlich Johnsons Aufmerksamkeit, das Budget, sein politisches Kapital und am Ende seine Präsidentschaft. Die innenpolitische Agenda trocknete aus – der Krieg hatte die Reformen getötet. Als gebrochener Mann verzichtete er darauf, ein zweites Mal anzutreten. Noch vor Ende der Amtszeit seines Nachfolgers Richard Nixon starb Johnson im Alter von nur 64 Jahren.
War kills reform: Die Wucht des Satzes wirkt bis heute. Diese historische Gesetzmäßigkeit formt die Gegenwart stärker als alle politischen Absichten der gewählten oder auch nicht gewählten Regierungschefs.
Beispiel Trump: Mit dem Beginn des Iran-Feldzuges ging die bisherige Agenda des America-First-Präsidenten in Flammen auf. Die Renaissance der klassischen Industrie? Nicht mehr vorrangig. Die Steuersenkungsversprechen aus dem Wahlkampf? Irreal geworden.
Auch der Versuch, die Lebenshaltungskosten nach unten zu drücken und damit das Leben der normalen Amerikaner wieder bezahlbar zu machen, ist gescheitert. Nicht nur die Blockade in der Straße von Hormus, auch die Bombardierung von Öl-Förderanlagen durch den Iran hat zu einer Verknappung des wichtigsten Energieträgers geführt und damit die Energiekosten in den USA nach oben getrieben.
Sein zentrales Versprechen („Wir werden unseren Erfolg nicht nur an den Schlachten messen, die wir gewinnen, sondern auch an den Kriegen, die wir beenden – und vor allem an den Kriegen, in die wir gar nicht erst verwickelt werden“) hat Trump mittlerweile kassiert. Er reiht sich ein in die Riege der erfolglosen Kriegspräsidenten – Harry Truman (Patt im Korea-Krieg), Nixon (Niederlage in Vietnam), George W. Bush (Desaster im Irak), Biden (hastiger Abzug aus Afghanistan).
Evakuierung aus Saigon, 29.04.1975 © dpaEvakuierte Afghanen an Bord einer US-Militärmaschine beim Abzug aus Kabul, August 2021 © ImagoNord- und südkoreanische Soldaten in der demilitarisierten Zone (DMZ), 26.07.2018 © ImagoJeden Tag wird aufs Neue gedroht – mit der „Auslöschung einer Zivilisation“ (Trump auf Truth Social) oder wie eben erst am Sonntag in der Air Force One, als Trump erklärte, sie hätten dieser Tage „den größten Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg“ zurückgehalten, aber seien jederzeit bereit, ihn stattfinden zu lassen. Doch Trumps Wähler sind nicht beeindruckt, sondern entsetzt. Sie hatten stabile Preise und die Rückkehr der Blue-Collar-Jobs gewählt und einen Kriegsabenteurer bekommen.
Donald Trump auf dem Rückweg ins Weiße Haus an Bord der Air Force One, 02.08.2026 © dpaBeispiel Putin: Der Ehrgeiz des Modernisierers Putin von 2018 ist unter dem Druck der Ereignisse erloschen. Putin wollte Russland bis 2024 unter die fünf größten Volkswirtschaften der Welt führen. So stand es im Dekret des Jahres 2018, das er in einer Fernsehansprache vortrug.
Es kam exakt umgekehrt. Die Ausgaben für die nationale Verteidigung stiegen auf 32,5 Prozent des Bundeshaushalts – gegenüber 15 Prozent im Jahr 2021. Das Volk verarmt, die Wirtschaft schrumpft und auf dem Schlachtfeld wird massenhaft gestorben. Putin, der Kriegsfürst, killte Putin, den Modernisierer.
Beispiel Merz: Obwohl der deutsche Bundeskanzler keinen eigenen Krieg gestartet hat, ist er doch das Opfer der russischen Kriegsmaschinerie und der Trumpschen Abenteuerlust. Der Satz „War kills reform“ hängt wie eine Drohung auch über seiner Kanzlerschaft.
Friedrich Merz und Emmanuel Macron auf dem Flug zum Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat in Nörvenich, 17.07.2026 © dpaDer Außenkanzler verdrängt den Reformkanzler nicht, weil Merz gern reist. Er verdrängt ihn, weil Trumps Iran-Krieg und Putins Ukrainefeldzug auf sehr unterschiedliche Weise die Aufmerksamkeit und zunehmend auch die Ressourcen der Bundesrepublik Deutschland binden.
Der Verteidigungsetat des Jahres 2026 beträgt 82,7 Milliarden Euro plus 25,5 Milliarden aus dem Sondervermögen Bundeswehr, nach Ausgaben von 62,3 Milliarden im vergangenen Jahr. Für 2027 werden 105,8 Milliarden veranschlagt. Dazu kommen 27,5 Milliarden aus dem Sondervermögen. Das geht die nächsten Jahre so weiter, bis 2030 der Wehretat auf 180 Milliarden Euro angewachsen sein soll – rund das Dreifache des Jahres 2025.
Eine Infografik mit dem Titel: Deutschland: Steigende Verteidigungsausgaben
Verteidigungsbudget Bundeshaushalt und zusätzliche Ausgaben aus dem Sondervermögen
Bedeutet: Alle künftigen Reformen werden eine Wende zum Weniger bringen. Das Wort Reform in Deutschland bedeutet auf absehbare Zeit Kostenreduktion.
Fazit: Für jeden Reformkanzler gibt es gute Gründe, den Finger vom Abzug zu nehmen oder – falls andere schießen – einen Weg zum Frieden zu suchen, auch mit dem großen östlichen Nachbarn. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass es eine wichtige Nation gibt, die seit Jahrzehnten ihre innenpolitische Reformagenda vorantreibt und sich der Kriegsführung konsequent verweigert: China. Der wirtschaftliche Erfolg spricht für sich.
Unsere Highlights heute
Was Feuerökologe Alexander Held gegen Europas Waldbrände fordert.
KI-Investitionen: Warum die Wahrheit über KI in Asien zu finden ist.
Wie Phil Collins’ Kinder auf ganz unterschiedlichen Bühnen in die Fußstapfen ihres Vaters treten.
Pioneer Live
Der Klick aufs Bild führt zu den TicketsAus der Hauptstadt
Wer glaubte, das Rentenreformpaket sei festgezurrt, hat die Rechnung ohne die Politik gemacht: Die ostdeutschen CDU-Länderchefs Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt wollen die Rente mit 63 beibehalten – und bekommen nun SPD-Unterstützung von Manuela Schwesig und Anke Rehlinger.
Manuela Schwesig und Anke Rehlinger bei einer Sitzung des Bundesrates, Berlin, 27.03.2026 © ImagoSaarland-Chefin Rehlinger sagte gestern der Funke Mediengruppe: „Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, verdient Respekt und eine würdige Rente.“ Und:
In Rente sollte man nicht erst gehen dürfen, wenn der Körper streikt.
Dabei – und so klar muss man es benennen – haben die fünf einen falschen Blick auf die Debatte. Der Rentenexperte Georg Cremer, selbst Mitglied der Reformkommission, nimmt die Argumente der Politiker im Gespräch mit meinen Kollegen aus dem Politikteam süffisant auseinander.
Sein Urteil: „Von der Regelung profitieren vor allem gut qualifizierte Beschäftigte, oft Männer, mit langen und stabilen Erwerbsbiografien, nicht der viel zitierte körperlich schwer arbeitende Dachdecker.“
Eine Pflichtlektüre für all jene, die nüchterne Zahlen der politischen Polemik vorziehen. Zum Hauptstadt-Briefing.
Politik vor der Brandmauer
Die Brandmauer gegen die AfD ist inzwischen fester Bestandteil des politischen Vokabulars. Die regierenden Parteien sitzen vor der Brandmauer, wo sich CDU/CSU und SPD mit den realpolitischen Fragen auseinandersetzen. Dahinter die AfD, die im Schutz der Mauer weiter auf Stimmenfang gehen kann und inzwischen auf rund 27 Prozent kommt.
Doch Regieren und Verantwortung übernehmen heißt im Umkehrschluss Abnutzung. Oder wie Bodo Hombach, ehemaliger Kanzleramtschef unter Gerhard Schröder, in einem Gastbeitrag für The Pioneer schreibt: „Wo Verantwortung beginnt, beginnt der Verschleiß.“
Bodo Hombach, 28.05.2024 © ImagoHeißt aber auch im Umkehrschluss, so Hombach: „Dem Verschleiß entgeht, wer reden darf, ohne verantworten zu müssen. Das ist das Privileg der Opposition.“
Warum das relevant für den aktuellen politischen Diskurs ist? „So entsteht ein struktureller Vorteil für jene Kräfte, die dauerhaft von Regierungsverantwortung ferngehalten werden. Sie bleiben vom Verschleiß des Regierens verschont und beziehen ihre Energie aus der Abnutzung der anderen. Sie werden an Versprechen gemessen, nicht an Ergebnissen – an Erwartungen, nicht an Entscheidungen.“
Das Problem daran: „Ausgrenzung ist nie nur Ausschluss. Sie ist auch Reiz, Kränkung, Widerstand. Wer dauerhaft ferngehalten wird, kann gerade daraus neue Zustimmung gewinnen. Nicht trotz der Brandmauer, sondern wegen ihr. Die Barriere soll abwehren, aber sie erzeugt auch Anziehung.“
Diese „paradoxe Dialektik der Ausgrenzung“ beschreibt Hombach in seinem furiosen Essay „Komfortzone hinter der Brandmauer“. Prädikat: Pflichtlektüre.
Waldbrände in Europa
Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland: In Europa brennen die Wälder. Allein in Griechenland kämpft die Feuerwehr inzwischen mit 73 Bränden landesweit, heißt es.
Über brennende Wälder, besser gesagt über die Prävention der Brände, hat Alexander Held im Pioneer-Podcast gesprochen. Er ist einer der renommiertesten Feuerökologen, Senior Expert am European Forest Institute in Bonn und Präsident der International Association of Wildland Fire für Europa:
Waldbrand-Experte Alexander Held © European Forest InstituteEine Frage, die sich beim Thema Waldbrandprävention stellt, ist die nach der Bewirtschaftung von Wäldern. Immerhin ist die Forstbewirtschaftung mit ihren Monokulturen und der mangelnden Beräumung von Trockenholz ein Treiber für die sich ausbreitenden Waldbrände. Was fehlt?
Der gesellschaftliche Konsens fehlt, dass wir dieses Thema tatsächlich angehen müssen mit einer gewissen Expertise und mit einer gewissen Manpower. Und das ist nicht teuer, wir leisten uns ja auch – überspitzt formuliert – Wolfsberater.
Schaut man durch eine ökonomische Brille, wundert man sich, dass nicht mehr unternommen wird.
Wenn der Wald brennt, ist ja nicht nur der Besitzer betroffen, sondern staatliche Infrastruktur, Häuser, Menschenleben etc. – also die Gesellschaft, der Staat. Und der Staat hat offensichtlich keinerlei Bauchschmerzen dabei, sehr viel Geld für die Bekämpfung im Schadensfall zu mobilisieren.
KI-Wahrheit liegt in Asien
Wer wissen will, ob der KI-Boom kippt, muss nach Taiwan und Südkorea schauen und nicht auf die nächsten Zahlen von Microsoft, Amazon oder Google. Denn dort entstehen Chips, Speicher und Halbleiterausrüstung. Dort erscheinen die Handelsdaten bis zu zwei Monate früher.
Und genau diese Daten zeigen erstmals eine Tempodrosselung: Eine Studie von Goldman Sachs signalisiert für Juni und Juli eine moderate Abkühlung der KI-Investitionen. Noch liegen die meisten Frühindikatoren nahe ihren Höchstständen seit 2022. Aber die Richtung ändert sich. Der Boom verliert an Beschleunigung. Und sichtbar wird das zuerst in Asien.
Auch die häufig zitierte Investitionssumme vermittelt ein falsches Bild:
Die fünf großen US-Hyperscaler wollen 2026 insgesamt 794 Milliarden US-Dollar investieren.
Diese Zahl enthält jedoch Ausgaben außerhalb der USA und Projekte, die nicht direkt mit KI zusammenhängen.
Gleichzeitig fehlen private Unternehmen und asiatische Chipproduzenten.
Goldman schreibt: „Die häufig zitierten Investitionsausgaben der Hyperscaler in Höhe von 794 Mrd. US-Dollar unterschätzen den Gesamtbetrag der weltweiten KI-Investitionsausgaben wahrscheinlich um rund 200 Milliarden US-Dollar und überbewerten den Betrag der US-Investitionen um 200 Milliarden.“
Eine Infografik mit dem Titel: Gut die Hälfte der KI-Investments entfällt auf die USA
Zusammensetzung der für 2026 erwarteten KI-Investitionen in den USA und weltweit, in Milliarden US-Dollar
Nach Bereinigung dieser Effekte schätzt Goldman Sachs die weltweiten KI-Investitionen auf 1,019 Billionen US-Dollar. Davon entfallen nur 581 Milliarden US-Dollar auf die USA.
Ingenieurs-Paradox
Deutschland ist weltbekannt für seine Ingenieurskunst: Siemens, Bosch und Mercedes bilden nur die Spitze des Ingenieurs-Eisbergs.
Doch ein neuer Bericht des Vereins Deutscher Ingenieure zeigt eine paradoxe Entwicklung: Der Fachkräftemangel unter Ingenieuren und Informatikern in Deutschland hat sich im vierten Quartal 2025 zwar verringert, allerdings nicht, weil die offenen Stellen alle besetzt wurden, sondern weil es der Industrie schlechter geht.
In Zahlen ausgedrückt: Im vierten Quartal 2025 stieg die Anzahl der arbeitslosen Ingenieure und Informatiker im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Prozent auf 58.392 Personen – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011. Gleichzeitig waren die offenen Stellen noch stärker rückläufig, und deshalb hat sich der rechnerische Fachkräftemangel trotz schlechter Konjunktur verringert. Auf jeden Arbeitslosen entfielen im vierten Quartal 2025 rechnerisch 1,66 offene Stellen.
Dennoch sind die langfristigen Job-Aussichten für Ingenieure und Informatiker positiv. Sehen Sie selbst:
Eine Infografik mit dem Titel: Ingenieurswachstum dank Frauen und Zuwanderern
Beschäftigte in Ingenieur- und Informatikberufen nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit
Dax-Rekord
Die deutsche Wirtschaft stagniert, der Dax steigt trotzdem auf Rekordniveau. Gestern erreichte der deutsche Leitindex erstmals die Marke von 26.000 Punkten.
Eine Infografik mit dem Titel: Dax: Der Rekord
Entwicklung des Dax am 3. August 2026 (9:00 bis 17:30 Uhr)
Dieses Missverhältnis ist kein Widerspruch – es lässt sich auflösen. Der Schlüssel liegt in einer Berechnungsweise, die kaum jemand hinterfragt: Anders als fast alle anderen Indizes rechnet der Dax Dividenden automatisch in seinen Stand ein. Nimmt man diese Schönrechnung heraus, ergibt sich ein ganz anderes Bild.
Meine Kollegen Luisa Nuhr und Phillip Heinrich haben sich nicht nur die Berechnung des Index angeschaut, sondern auch die weiteren Gründe für seine Rallye. Von wenigen globalen Schwergewichten bis zur Kapitalflucht aus überteuerten US-Tech-Werten – alle acht Gründe inklusive Infografiken finden Sie im Format „Zur Sache“.
Klick aufs Bild führt Sie zur Analyse.Kapitalmarkt-Update
Die US-Börsen starten freundlich in die Woche: Der S&P 500 legt um 1,5 Prozent zu, der Dow Jones um 1,3 Prozent und der Nasdaq um 2,1 Prozent. Rückenwind liefern erneut Technologiewerte, während der Ölpreis um knapp sechs Prozent nachgibt.
Berichtssaison:
Palantir: Der US-Softwarekonzern steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 93 Prozent auf 1,94 Milliarden US-Dollar. Das kommerzielle US-Geschäft wuchs um 149 Prozent auf 764 Millionen US-Dollar, die Erlöse mit US-Behörden um 90 Prozent auf 809 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig erreichte die bereinigte operative Marge 62 Prozent.
Eine Infografik mit dem Titel: Palantir: Übertrifft Erwartungen und lässt Anleger jubeln
Entwicklung der Palantir-Aktie in den vergangenen 12 Monaten, in US-Dollar
Was sonst noch wichtig war:
US-Industrie: Die amerikanische Industrie ist im Juli so stark gewachsen wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Der ISM-Einkaufsmanagerindex stieg auf 55,6 Punkte, die Produktion erreichte mit 58,5 Punkten den höchsten Stand seit Ende 2021. Gleichzeitig stieg der Beschäftigungsindex erstmals seit September 2023 wieder über die Wachstumsschwelle.
JPMorgan: Die größte US-Bank will in den kommenden zehn Jahren 750 Milliarden US-Dollar in den Wohnungsmarkt lenken. Damit sollen eine Million bezahlbare Wohnungen finanziert und 500.000 Haushalte beim Immobilienkauf unterstützt werden. Zudem plant JPMorgan das Hypothekengeschäft um mehr als 40 Prozent auszubauen.
Amazon: Der Börsenwert des US-Technologiekonzerns überschritt erstmals die Marke von drei Billionen US-Dollar. Amazon ist damit nach Nvidia, Alphabet, Microsoft und Apple erst das fünfte Unternehmen, das diese Schwelle erreicht.
Einzelhandel: Die deutschen Einzelhandelsumsätze sanken im Juni preisbereinigt um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im gesamten ersten Halbjahr lagen die realen Umsätze dennoch 0,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Saudi-Arabien: Die beobachteten Rohölexporte fielen im Juli um 460.000 Barrel pro Tag auf 4,19 Millionen Barrel. Ursache sind wachsende Risiken für Tanker sowohl in der Straße von Hormus als auch im Roten Meer.
Das wird heute wichtig:
Anleger blicken auf Quartalszahlen von AMD, Bayer, SpaceX, Booking Holdings, BP, Caterpillar, HSBC, McDonald’s und Lufthansa.
MyWay 2026
Unternehmen investieren in Künstliche Intelligenz, Prozesse und digitale Infrastruktur. Doch das System, das all diese Entscheidungen trifft, wird oft hinten angestellt: der Mensch.
Unter permanentem Druck sinken Energie, Klarheit und Entscheidungsfähigkeit. Auf der MyWay 2026 wird Mental Health deshalb nicht als Wellness-Thema verhandelt, sondern als Managementdisziplin.
Mona Ghazi, die mit 21 Jahren einen Burnout erlitt, fragt in ihrer Keynote, warum Verantwortung oft schneller wächst als die innere Stabilität. Achim Feige macht mit Atemarbeit und Nervensystemregulation erlebbar, wie Klarheit auch unter Druck erhalten bleibt. Und Dr. Anne Latz und Toan Nguyen zeigen, wie Energiemanagement und Healthy Longevity zu messbarer Leistungsfähigkeit werden.
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Wie der Vater, so der …
Phil Collins ist eine der größten Ikonen der Musikgeschichte. Aber er hat nicht nur erfolgreiche Songs produziert, sondern auch erfolgreiche Kinder.
Phil Collins und Genesis bei einem Live-Auftritt Ende der 1980er Jahre © ImagoFünf Kinder hat der Mann insgesamt, eines davon ist Lily Collins. Sie ist groß in Hollywood unterwegs – als Schauspielerin. Man kennt sie unter anderem aus der Netflix-Hit-Serie „Emily in Paris“, in der Collins’ Tochter die Hauptfigur Emily Cooper spielt.
In ihrer Rolle als Marketingexpertin Emily aus Chicago macht die Collins-Tochter seit mittlerweile fünf Staffeln Paris unsicher.
Lily Collins als Emily am Set von „Emily in Paris“, 26.01.2024 © ImagoDoch die Collins-Family hat nicht nur einen in den USA erfolgreichen Schauspiel-Sprössling zu bieten, sondern auch einen Profi-Sportler – und zwar hier in Deutschland.
Mathew Collins beim Trainingsauftakt des TSV 1860 München, 15.06.2026 © dpaSein Sohn Mathew, Jahrgang 2004, ist Fußballer in Bayern. FC-Bayern-Star ist er zwar noch nicht, aber zumindest geografisch nah dran: Der 21-Jährige wurde für ein Jahr vom legendären TSV 1860 München verpflichtet. Für ihn heißt es statt der großen Fußballbühne erst einmal noch: Kicken in der vierten Liga. Im Sport helfen die Kontakte von Rockstar-Eltern eben nur bedingt weiter, da muss einfach der Ball getroffen werden.
Ich wünsche Ihnen einen treffsicheren Start in den neuen Tag. Bleiben wir einander gewogen. Herzlichst grüßt Sie,
Ihr