Leserbriefie

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 © The Pioneer

Leserbriefe zur Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine.

Vergangene Woche habe ich alle Leserinnen und Leser des Pioneer-Briefings um ihre Einschätzung zur Debatte um die Waffenlieferungen gebeten. Die Resonanz war überwältigend - und sehr bunt in den Ansichten.

Hier finden Sie eine Auswahl der Leserbriefe:

„Jetzt haben wir den Salat und eine gute Lösung ist nirgendwo in Sicht. Dafür aber die Gefahr, dass sich dieser Krieg verselbstständigt und ganz Europa mit in den Abgrund zieht. Deshalb sind alle Maßnahmen zu unterlassen, welche den Konflikt weiter befeuern.“ – Karl Schulte

Ich schließe mich der Meinung an, keine schweren Waffen in die Ukraine zu liefern, weil ich auch vor einem 3. Weltkrieg große Angst habe.

Karin Henrici

„Gut, dass auf den Brief von Alice Schwarzer ein Schreiben mit konträrer Meinung folgt, damit der Kanzler endlich aufhört, vor der linken Fraktion in der SPD zu kuschen und die Ukraine nachhaltig unterstützt wird. Europa wird in der Ukraine verteidigt.“ – Peter Schardt

„Es ist nicht Aufgabe der deutschen Öffentlichkeit oder Regierung, darüber zu bestimmen, ob die Ukraine sich dem russischen Aggressor ergeben soll oder ihm Widerstand entgegensetzt.“ – Jorg Borgwardt

„Es muss Schluss sein mit all den irrsinnigen Diskussionen um jegliche Art der Lieferung von Waffen, egal welcher Größenordnung. Das ist Russlands Krieg mit der Ukraine.“ – Werner Sesselmann

„Deutschland und die EU haben sich durch die vielfachen militärischen und wirtschaftlichen Unterstützungsleistungen in die Rolle der Kriegsbeteiligten begeben. Dies birgt die Gefahr einer unkontrollierbaren Eskalation, wenn nicht parallel eine diplomatische Friedensoffensive betrieben wird. Die Ukraine darf dafür keine Vorbedingungen stellen, sonst sollte sie den Anspruch auf weitere Unterstützung verlieren.“ – Klaus Schimitzek

Nur wer sich wehrt bzw. sich wehren kann, hat die Aussicht auf ein Ende des Schreckens. Das sind wir den Ukrainern schuldig.

Lothar W. Meyer

„Es hat keinen Sinn, wenn ein Panzer hier steht, der dort gebraucht wird. Denn wann sollte er denn in Deutschland zum Einsatz kommen - wenn die russische Armee vor unserer Haustür steht? Und natürlich muss weiterhin verhandelt werden. Das eine tun, ohne das andere zu lassen, ist meiner Ansicht nach notwendig.“ – Gisela Nethe-Berlin

„Die freie Welt sollte die Ukraine mit allen Waffen und Mitteln unterstützen, dass sie sich gegen den Aggressor zur Wehr setzen kann.“ – Hans-Martin Riegel

„Nach meiner Meinung muss unser Deutschland alles erdenklich Mögliche tun, was im Rahmen humanitärer Hilfe für Betroffene, sowohl Ukrainer als auch Russen, möglich ist. Jedoch unter gar keinen Umständen Waffen jedweder Art liefern.“ – Dr. Karl-Horst Stegmeyer

Putin versteht nur eine klare Sprache, andernfalls sind auch unsere Demokratie und Freiheit ernsthaft gefährdet.

Rolf-Dietrich Kaven

„Erst wenn die Ukraine eine große Zahl von Langstreckenraketen erhält, könnte Russland sich entweder zum Beigeben oder zur Ausweitung des Krieges gezwungen sehen.“ – Hans-Walter von Hülsen

„Nein, Putin, darf nicht gewinnen. Egal, wie!“ – Janett Schaefer

„Die Eskalation der Gewalt scheint zum Tagesgeschäft geworden zu sein und das in unserem Lande. Ich bin immer der festen Überzeugung gewesen, dass so etwas noch nicht einmal gedacht werden würde.“ – Stefan Büntig

„Die Ukraine braucht dringend weitere Unterstützung, jetzt, in allen Belangen und vor allem auch mit schweren Waffen. Einfach machen, abgewägt wurde bereits genug.“ – Kai Optenhögel

Ich finde Deutschland mit seiner unglücklichen Geschichte zweier Weltkriege im vorigen Jahrhundert und den extremen Massakern gerade in südosteuropäischen Ländern sollte sich möglich raushalten, im besten Falle neutral sein.

Nicole Bayeran

„Eine neutrale Staatenzone zwischen den beiden Blöcken, von internationalen Verträgen abgesichert, wäre sicher eine bessere Lösung gewesen.” – Norbert Mattusch

„Es ist ein grausamer Krieg, den Putin führt, aber Deutschland macht sich zur Kriegspartei, wenn es Waffen liefert und zieht damit nicht nur das eigene Volk, sondern ganz Europa und den Rest der Welt in ein großes Unglück. Haben wir aus dem letzten Krieg denn nichts gelernt?” – Hedy Dalmer

„'Friedensdividende' ist auf lange Zeit illusorisch und war bereits in den letzten 30 Jahren ein Projekt von Träumern, dessen sehr hohen Preis wir alle in den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden bezahlen müssen.” – Ernst Lebsanft

„Es gibt nur eine vernunftorientierte Lösung. Biden, Johnson, Macron und Scholz treffen sich auf Jalta mit Putin und geben Russland die Sicherheitsgarantien, die es im Dezember von den USA/NATO eingefordert hat. Umgekehrt gibt Russland Sicherheitsgarantien für alle direkten Nachbarn. Alles andere führt in die Katastrophe. Oder aber die Katastrophe ist gewollt?“ – Michael Braun

„Wer also Frieden in Europa will, muss einen Sieg Putins verhindern. Das wird trotz aller schwerer Waffen aus dem Westen schwierig bei der Asymmetrie durch die Atomwaffen Russlands. Das vielbeschworene Gleichgewicht des Schreckens gilt eben nicht für so genannte Pufferstaaten ohne feste Zuordnung. Unter dieser Einsicht wäre es wohl doch – entgegen früherer Einstellungen – sinnvoller, wenn die Blöcke der großen Atommächte Russland / Nato direkt aneinander grenzen würden. Eine Ukraine in der Nato wäre nicht einfach so angegriffen worden.” – Hans-Georg Schnürch

„Leider müssen wir jetzt im Westen für unsere jahrzehntelange Naivität büßen. Wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland sowie fehlende Verteidigungsfähigkeit müssen ein Ende finden, auch wenn das jeden von uns viel Geld kosten wird. Die Ukraine verdient unsere Unterstützung, vor allem mit intelligenten, elektronisch gesteuerten Waffensystemen.” – Wolfgang E. Paulus

„Ein Sieg Russlands über die Ukraine wird den Westen eher destabilisieren und Russlands/Chinas Sehnsucht nach einer Neuordnung der globalen Machtblöcke beflügeln.” – Herrman Günnel

Ich befürworte dringend die Unterstützung der Ukraine mit schweren Waffen, die sie vor allem auch zur Rückeroberung der bisher besetzten Gebiete so dringend benötigt!

Harald Hosch

„Wir müssen alles versuchen, um diesen Krieg zu beenden und einen dritten Weltkrieg zu verhindern. Dafür braucht es verschiedene Optionen, Visionen und Mut. Aufrüstung der Ukraine gegen einen Gegner wie Russland verschlimmert und verlängert nur das Desaster.” – Jürgen Hackbarth

Vielen Dank für Ihre aktive Teilnahme. Ich habe mich über jede einzelne Rückmeldung sehr gefreut. Die Meinung des und der anderen ist für uns kein Ärgernis, sondern ein Grund zum Feiern. Oder in einem Wort gesagt: Dankeschön!