Gastbeitrag von Gregor Golland : 7 Schritte zu einer neuen Wehrhaftigkeit

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Der Oberstleutnant der Reserve und Vize-Chef der CDU im NRW-Landtag skizziert eine neue Sicherheitsarchitektur.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine markiert eine Zeitenwende und historische Zäsur in Europa.

Jahrelang war die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik von Naivität und Romantik geprägt. Von Wunschdenken und selbstgerechter Moral getragen. Auch die neue Ampel-Regierung sprach noch bis vor kurzem vom Leitbild einer feministischen Klimaaußenpolitik. Was auch immer das sein soll, es ist eine erschreckende Verblendung im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse.

Wo sind heute die Doppel-Moralisten und Pazifisten, die sofort und in großer Zahl gegen die notwendige Nachrüstung, den NATO-Doppelbeschluss, den Golfkrieg zur Befreiung Kuwaits und immer wieder gegen die USA auf die Straße gegangen sind und gehen? Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass nun ausgerechnet Sozialdemokraten, die lange zu den besten Freunden und größten Verstehern von Putin und seiner Russlandpolitik gehörten, sich zu Sanktionen durchringen und sogar den Wehretat erhöhen wollen. Wir erinnern uns, wie der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich noch vor Kurzem die Beschaffung von bewaffneten Drohnen abgelehnt und die nukleare Teilhabe infrage gestellt hat.

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