Lohnt sich investieren noch?: Börsen-Schnäppchen in Kriegszeiten

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Die Entwicklungen am Aktienmarkt sind so unvorhersehbar wie selten zuvor. Die Energiekrise, der russische Angriffskrieg und die stetig steigende Inflation lösen Angst und Panik bei westlichen Investoren aus. Was wir in solchen Situation von Investor-Legenden wie Warren Buffet lernen können.

Heftige Kurseinbrüche drückten die Bewertungen der Aktienmärkte in den USA und Europa auf historisch durchschnittliche Niveaus. Gleichzeitig sank die Stimmungslage an den Kapitalmärkten ins Bodenlose. Ist es also Zeit für eine antizyklische Schnäppchenjagd gemäß der alten Kaufmannsregel, nach der der Gewinn im Einkauf liegt?

Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Aktienmarktentwicklung analysieren: Das sind primär monetäre und fundamentale Faktoren, aber auch Positionierungs- und Stimmungsindikatoren zur kurzfristigen Einschätzung.

Für Warren Buffett ist der geldpolitische Faktor der Wichtigste!

Er geht davon aus, dass eine hohe Liquidität die wichtigste Voraussetzung für steigende Aktiennotierungen ist. Hierzu bedarf es niedriger und am besten sinkender Zinsen, aber auch einer zusätzlichen Generierung von Überschussliquidität durch Anleihekäufe der Notenbanken. Hierdurch steht den Kapitalmärkten ein Übermaß an Liquidität zur Verfügung, die nicht für die Realwirtschaft benötigt wird. Dieser monetäre Faktor verschlechtert sich jedoch aktuell dramatisch. In den USA bekämpft die Zentralbank die hohe Inflation mit drastischen Leitzinserhöhungen.

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