Gastbeitrag von Ben Shaw: Das Ende von "Made in Germany"

Innovationen "Made in Germany"? Gab es schon lange nicht mehr. Denn deutsche Großkonzerne ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus, meint Pioneer-Expert Ben Shaw. Was passiert, wenn Deutschland trotzdem so weitermacht, erklärt er in seinem Gastbeitrag.

Während in den USA zahlreiche Unternehmen Höhenflüge erleben, geht es in Deutschland bergab – und das schon vor der Pandemie: Galeria Karstadt Kaufhof meldet Insolvenz an, das Dax-Unternehmen Continental verkündet Stellenabbau und tritt in der Automobilindustrie eine Kette von Redundanzen los.

Andere Geschäftsmodelle, die den gleichen Kundennutzen haben, profitieren: Amazon statt Galeria, Tesla statt BMW, MAN oder Continental.

Was wie bloßer Zufall aussieht, hatten zahlreiche Ökonomen und Akademiker schon mehrmals prophezeit. Am bekanntesten ist hier die Disruptions–Theorie des Harvard Professors Clayton Christensen, veröffentlicht unter anderem in seinem Werk “The Innovators Dilemma” im Jahr 1995.

Die Kommerzialisierung disruptiver Technologien ermöglicht mehr Leuten Zugang zum Arbeitsmarkt und erlaubt Effizienzen, von denen jede Person auf Dauer profitiert.

Christensen wagte sogar die Behauptung, dass disruptive Innovationen, dazu zählt er beispielsweise den Computer, das Internet und die Android- und iOS-App-Stores, der größte Treiber für ökonomisches Wachstum seien.

Auch die genannten deutschen Firmenbeispiele sind langfristig keinesfalls immun gegen Disruption. Ganz im Gegenteil, denn ein Großkonzern ist in einer Marktwirtschaft alles andere als statisch. Wettbewerber von allen Seiten testen neue Lösungen, Produkte und Konzepte auf Kundennutzen und versuchen, sich so zu bewähren. Der Kunde hat davon etwas; der Großkonzern nur dann, wenn er selbst die Disruption anstößt. Und das tun die Großunternehmen in den USA sehr viel mehr als die DAX-Konzerne.

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