WM in Katar: Das Problem der Fußball-WM heißt Gianni Infantino

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Das Problem dieser WM ist nicht das Gastgeberland Katar, sondern vielmehr FIFA-Präsident Gianni Infantino, meint unser Fußball-Experte Gregor Reiter. Mit dem Skandal um die One-Love-Binde habe er eindrucksvoll bewiesen, dass er glaubt, über dem Recht zu stehen. Hier lesen Sie seinen Kommentar.

Die WM in Katar war bereits im Vorfeld ein Aufreger, was jedoch weniger mit dem zu erwartenden sportlichen Kräftemessen zu tun hatte, als mehr mit Ort und Zeit des Turniers.

Das es in der Wüste im Sommer heiß ist, viel zu heiß um Fußball zu spielen, wurde der FIFA erst nach der Vergabe bewusst, sodass man also bereits jetzt spielt. Das man damit Werte und Traditionen von Millionen Fußballfans auf der ganzen Welt mit Füßen tritt, ist beim Weltfußballverband schlicht Programm. Das die Stadien trotzdem im Sommer gebaut wurden, sei hier ebenso nur am Rande erwähnt, ebenso wie die enormen Aufwendungen, welche die Veranstalter betreiben müssen, um die Stadien auf „Spieltemperatur“ zu bringen.

Pioneer Expert, Rechtsanwalt für Insolvenz- und Sportrecht
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