Neue Registerpflichten: Das Transparenzregister

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Neben der üblichen Eintragung ins Handelsregister fallen für viele deutsche Unternehmen weitere Registerpflichten an. Den Zweck der Regelung, welche Unternehmensformen betroffen sind und alle weitere Details erklärt Pioneer Expert Gerd Mensendiek in diesem Beitrag.

Jeder Unternehmer kennt das Handelsregister, welches – mittlerweile elektronisch – beim Amtsgericht des Unternehmenssitzes geführt wird. Dort einzutragen sind alle Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, KGaA) sowie bestimmte Personengesellschaften und Einzelkaufleute, letztere wenn diese nach Art und Umfang ihres Unternehmens einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb benötigen. Für einen Großteil der in Deutschland ansässigen Unternehmen sind nun weitere Registerpflichten hinzugekommen. Dieser Beitrag befasst sich mit dem im Jahr 2017 eingeführten Transparenzregister, dessen gesetzlichen Grundlagen sowie den daraus erwachsenen Meldepflichten für Unternehmen.

Zweck und rechtliche Grundlagen

Von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat der Gesetzgeber ein weiteres Register für Unternehmen geschaffen, das Transparenzregister. Dieses wurde bereits im Juni 2017 durch Änderung des Geldwäschegesetzes (GwG – „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“) in Deutschland eingeführt. Grundlage hierfür ist die 4. Europäische Geldwäsche Richtlinie EU 2015/849, nach der die Mitgliedsstaaten zu einer entsprechenden Umsetzung verpflichtet wurden.

Pioneer Expert, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht
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