Gastbeitrag von Gregor Reiter: Die 12 Verschworenen der europäischen Superliga

Die am Wochenende angekündigte Superliga muss sich gegen die große Empörung von Fans und der Sportwelt verteidigen. Sechs der zwölf rekrutierten Klubs haben sich nach dem Aufschrei bereits öffentlich distanziert.

Das Ansinnen zur Gründung einer solchen Liga ist nicht neu und in Teilen vielleicht sogar nachvollziehbar. Betrachtet man einmal die letzten zehn Jahre in den drei betroffenen Ligen, der englischen Premier League, der italienischen Serie A und der spanischen La Liga, so stellt man fest, dass an der Spitze dieser Ligen sportliche Tristesse herrscht: Mit Leicester City ist nur ein Club, der in den letzten zehn Jahren in einer der betroffenen Ligen Meister wurde, nicht Gründungsmitglied der Superliga.

 © dpa

Allerdings haben diese zwölf Verschworenen mit der Gründung ihrer Superliga an einer der Grundfesten des Weltfußballs gerüttelt: Dem Leistungsprinzip. Anders als im amerikanischen Spitzensport, wo in den Topligen der NFL, der NBA und der Major League Baseball längst der Unterhaltungsmehrwert des Sports das Leistungsprinzip verdrängt hat, war der amerikanische Traum „vom Tellerwäscher zum Millionär“ im europäischen Fußball zumindest theoretisch noch erlebbar, auch wenn die Realität eine andere ist.

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