Matthias Machnig und Steffen Kampeter : Ein 7-Punkte-Plan für mehr Fachkräfte

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Matthias Machnig war SPD-Staatssekretär, Steffen Kampeter ist Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands. In einem gemeinsamen Appell skizzieren sie Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel.

Wem in diesen Wochen noch kein Flug gestrichen wurde, der ist entweder zuletzt nicht geflogen oder hatte außerordentliches Glück.

Zehntausende Flüge wurden und werden über dieses Jahr gestrichen.

Warum? Es fehlt an Personal – am Boden, am Schalter, in der Kabine, selbst mancher Pilot oder manche Pilotin hat in der Corona-Pandemie umgesattelt.

So erging es vielen „Corona-Krisen-Branchen“ – wie z.B. der Gastronomie, dem Event- und Messegewerbe, Hotels und auch den körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren. Einige kündigten, wobei die deutsche Kurzarbeit im Vergleich zum Ausland noch viele in ihrem Beruf hielt.

Dennoch: Unternehmen dieser Branchen waren während der Corona-Pandemie zurückhaltender mit Einstellungen und Auszubildenden und Wechselwillige haben sich zu anderen Branchen orientiert.

Die Zeit titelte gerade diese Woche mit „Mitarbeiter vermisst“ und schilderte anhand von Menschen aus diesen Branchen, warum sie wohl eher nicht mehr zurückkommen.

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„Mitarbeiter vermisst“ – das könnte auch die Überschrift für das dringendste Problem der deutschen Arbeitsmarktpolitik sein: den Fachkräftemangel.

Ein paar Zahlen: Der alljährliche Mint-Frühjahrsreport des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), der den seit Jahren steigenden Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen Berufen misst, hat 2022 erneut einen Rekordwert von 320.600 fehlenden Fachkräften festgestellt.

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