Gastbeitrag von Elisabeth Motschmann: Geschichtsvergessenheit

 © The Pioneer / dpa | Swen Pförtner

Es ist wichtig, aus der Geschichte zu lernen, damit grausame Zeiten wie das Dritte Reich nicht in Vergessenheit geraten und sich niemals wiederholen. Elisabeth Motschmann über Beispiele, in denen die Geschichte in Vergessenheit geraten zu sein scheint.

Wir beklagen oft, dass junge Menschen so wenig von unserer deutschen Geschichte wissen und deshalb nichts dazulernen.

Aber was wird ihnen denn vorgelebt? Viele Diskussionen in Politik und Gesellschaft, im Bereich der Kultur, der Medien und in der akademischen Welt zeigen eine unverständliche, mitunter unverantwortliche Geschichtsvergessenheit.

In den letzten Tagen erleben wir einen Streit um antisemitische Kunst auf der Documenta. Sie gilt als eine der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt. Auf dem Friedensplatz in Kassel hängt – nein hing – ein großes dreiteiliges Wandbild des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi. Es ist übersät mit Bildern, darunter antijüdische Motive und Stereotype.

Wie viele Reden in unserem Land enthalten den Ruf: „Nie wieder…“ Und nun das!

Gerüst, an dem zuvor das umstrittene Großbanner „People's Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi hing. © dpa | Uwe Zucchi

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