Angst und Ambiguität: Inflation, Kälte, Krieg – die Mechanismen der Angst

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Gerade heute, in einer Welt voller Krisen, kennen die meisten dieses Gefühl: Angst. Angst vor den Folgen der Inflation, Angst vor dem Krieg oder Angst vor dem Frieren im Winter. Warum die aktuellen Ängste so komplex sind und wie sie entstehen, erklärt der Neurologe Lars Wojtecki.

In der Tiefe des Gehirns liegt unser „Angstzentrum“. Die Amygdala, der Mandelkern. Vom Thalamus (dem Tor zum Bewusstsein) gelangen Sinneseindrücke direkt zur lateralen Amygdala (zu den Furcht-Neuronen) und es werden defensive Verhaltensprogramme in der zentralen Amygdala abgespult. Es kommt zu körperlichen Angstreaktionen, das Herz rast, wir sind starr vor Angst.

Wenn wir an die drohende Entwicklung der Inflation oder an das Frieren im Winter denken, kommt es aber nicht nur zu diesen archaischen, teils angeborenen oder konditioniert erlernten schnellen Angstreaktionen.

Die Angst geht den längeren Weg.

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