Klimakrise: Mit Verzicht retten wir nicht die Welt

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In Zeiten des Klimawandels und der schwindenden Rohstoffe wird Verzicht gefordert. Doch wer das Verzichten zur gesellschaftlichen Zielvorstellung erhebt, hat die Grundzüge des menschlichen Denkens nicht verstanden. Ein Beitrag des Neurowissenschaftlers Dr. Henning Beck.

Je knapper die Ressourcen, je teurer die Energie, je drängender die Klimaproblematik, desto eindeutiger werden die Ratschläge, wie man den großen Krisen unserer Zeit begegnet:

Verzicht und Mäßigung, das ist das Gebot der Stunde.

Hat nicht schon der Club of Rome vor fünfzig Jahren auf die Grenzen des Wachstums hingewiesen?

„Gemeinsam zu verzichten, das ist der richtige Weg, um so eine Transformation zu gestalten“, sagt Harald Lesch.

Und für Luisa Neubauer ist klar: „Die Frage ist: Wo verzichten wir?“

Keine Frage, natürlich muss man nachhaltig mit Ressourcen umgehen, nicht gierig die Natur ausbeuten, nicht ungezügelt seinen Bedürfnissen nachgehen – aber ohne positiven Ausblick verzichtet niemand. Das ist das große Missverständnis aller Verzichts-Apologeten: Verzicht – das klingt einfach und wirksam. Aber Verzicht reicht nicht und könnte psychologisch mehr kaputt machen, als er bewirkt.

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