Gastbeitrag von Joseph E. Stiglitz: Schocktherapie für den Neoliberalismus

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Die Abhängigkeit von russischem Gas bringt Europa momentan in ein Dilemma. Doch wie könnten Märkte künftig rechtzeitig auf geopolitische Sicherheitsrisiken reagieren? Ein Gastbeitrag von Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz.

Die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine haben uns an die unvorhersehbaren Verwerfungen erinnert, mit denen die Weltwirtschaft ständig konfrontiert wird.

Die Geschichte hat uns diese Lehre viele Male gelehrt.

Niemand hätte die Terroranschläge vom 11. September 2001 vorhersagen können, und kaum jemand sah die Finanzkrise von 2008 oder die COVID-19-Pandemie kommen – oder die Wahl von Donald Trump, die bewirkte, dass die USA sich dem Protektionismus und Nationalismus zuwandten. Selbst diejenigen, die diese Krisen kommen sahen, hätten nicht mit Gewissheit sagen können, wann sie eintreten würden.

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