Bundeswahlkampf 2021 : #Wahlkampf: Wie gut nutzt die Parteijugend Social Media?

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Im Wahlkampf spielen auch die Jugendorganisationen der Parteien eine Rolle. Sie sind bei Social Media glaubwürdig. Ob ihnen das gelingt, analysiert unser ThePioneer Expert Helge Ruff.

In einer Zeit, in der schon ein paar YouTube Videos zerstörerische Kräfte bescheinigt werden (im konkreten Fall etwa der Videoserie von Rezo), sollte man meinen: Alle am Bundestagswahlkampf beteiligten Parteien stellen sich im Ringen um junge Wähler in den sozialen Netzwerken besonders professionell auf.

Man sollte meinen, dass CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen den Zugang zu jungen Menschen vor allem über Soziale Medien suchen, den nachweislich favorisierten Kommunikationskanälen der Generations Y und Z.

Doch ist das wirklich so?

Und machen es die Jugendorganisationen der Parteien besser als ihre etablierten Mutterorganisationen?

Ich habe es mir genauer angeschaut, aus einem guten Grund: Rund 17,4 Millionen der wahlberechtigten Menschen zur Bundestagswahl 2021 sind zwischen 18 und 39 Jahre alt.

Das sind 28,7 Prozent aller Wahlberechtigten und damit eine beachtliche Zielgruppe. Fast 3 Millionen dieser jungen Wähler sind sogar Erstwähler, haben also seit der letzten Bundestagswahl 2017 ihre Volljährigkeit erreicht. Das sind zwar nur 4,6 Prozent aller Wahlberechtigten, doch gerade diese Menschen sollten im Wahlkampf eine äußert wichtige Rolle spielen.

Schließlich dürfen, sollen und müssen sie sich am 26. September zum ersten Mal in ihrem Leben für eine politische Partei entscheiden. Und anders als viele ältere Bundesbürgerinnen und Bundesbürger, die irgendwann dann doch relativ festgelegt sind in ihren politischen Präferenzen, befinden sich junge Wähler und Erstwähler noch in der Orientierungsphase.

Das macht sie empfänglich für politische Kommunikation – wenn sie denn in den richtigen Kanälen richtig angegangen wird.

Nachdem ich mir für die ersten beiden Teile dieser Serie bereits die Social-Media-Auftritte der Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) sowie der Parteivorsitzenden Markus Söder (CSU), Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Christian Lindner (FDP), Saskia Esken (SPD) und Norbert Walter-Borjans (SPD) angeschaut habe, konzentriere ich mich jetzt explizit auf die Jugendorganisationen von CDU, SPD und Grünen sowie auf deren Vorsitzende.

Tilman Kuban (Bundesvorsitzender der Jungen Union) begrüßt Markus Söder (Vorsitzender der CSU) © dpa

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