Gastbeitrag von Matthias Machnig: Wir brauchen eine Post-Merkel-Agenda

Das Land hat ein Jahr lang über eine Pandemie debattiert und die Politik sie bescheiden gemanagt. Über Deutschlands Zukunft wurde nicht debattiert. Zeit das zu ändern. Ein Zwischenruf!

Die deutsche, europäische und sogar die globale Politik wird seit Beginn des Jahres 2020 wesentlich von der Corona-Pandemie und ihrer gesundheitlichen, ökonomischen, sozialen und gesellschaftspolitischen Einhegung geprägt.

Die Pandemie ist eine enorme Herausforderung für Staat und Gesellschaft, und ein Stresstest nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern auch für das politische System, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die globale und nationale Wirtschaft. Wir leben in Deutschland in einer gespaltenen ökonomischen und damit auch sozialen Situation. Einerseits arbeitet die Industrie weiter und dies mit zuletzt durchaus ordentlichen Wirtschaftskennzahlen, getragen von einer guten Exportkonjunktur – die deutschen Unternehmen haben etwa im Februar ihre Exporte bereits im zehnten Monat in Folge gesteigert. Auf der anderen Seite sind Wirtschaftszweige wie Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Touristik, die Kultur- und Eventbranche in ihrer Existenz bedroht, insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

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