„Keine antisemitische Partei in Berlins Rathaus“
Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel über die Berlin-Wahl, den Irankrieg und Deutschlands Wirtschaft.
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Diese Ausgabe des World Briefing wurde live vor Publikum beim MyWay-Strategiegipfel 2026 in Berlin aufgezeichnet.
Neue Weltordnung: Welche Chance hat Europa? Die USA ziehen sich zunehmend aus ihrer traditionellen Rolle als Weltordnungsmacht zurück und konzentrieren sich auf den strategischen Wettbewerb mit China. Für Sigmar Gabriel ist das nicht nur ein Risiko: Viele Länder wollten sich weder von den USA noch von China oder Russland führen lassen, sagt er im Talk mit Chelsea Spieker. Ein geeintes und wirtschaftlich starkes Europa könne für sie zu einem attraktiven Partner werden.
USA, China und Iran: Wie verschieben sich die globalen Kräfteverhältnisse? Gabriel hält eine schnelle Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für unwahrscheinlich. Zugleich blickt er auf das Verhältnis zwischen Donald Trump und Xi Jinping: Die USA seien militärisch und technologisch weiterhin stärker, China hole jedoch auf. Europas Einfluss hänge deshalb nicht allein von seiner Verteidigungsfähigkeit ab – entscheidend seien wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft.
Deutschland im „perfekten Sturm“: Was muss sich ändern? Günstige Energie, offene Märkte, sichere Handelswege und China als großer Absatzmarkt: Viele Voraussetzungen für Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg hätten sich ins Gegenteil verkehrt. Gabriel fordert mehr Tempo bei Investitionen, weniger Bürokratie und mehr Mut zum Risiko. Mit Blick auf die jüngsten Wahlen kritisiert er zudem die Vergesellschaftungspläne der Berliner Linken und äußert sich deutlich zu einer möglichen Zusammenarbeit mit der SPD.
Produktion: Lorenz Lanig
Redaktion: Marc Saha