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Gabriel: „Trumps Iran-Strategie ist eine Wette mit vielen Unbekannten“

Sigmar Gabriel über Eskalation, Regime-Change und die Gefahr eines Flächenbrands.

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„Ich habe Zweifel an einem Regime-Change durch Luftbombardements.

Ex-Vizekanzler und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hält im Gespräch mit Chelsea Spieker die militärische Strategie der USA im Iran für ein riskantes Kalkül. Die Hoffnung, durch massive Angriffe das Regime in Teheran ins Wanken zu bringen, sei hochspekulativ – zu viele Faktoren seien unberechenbar, zu wenig spreche für eine geschlossene Opposition im Land.

Eskalation mit globaler Sprengkraft. Die Angriffe treffen nicht nur den Iran, sondern die gesamte Weltwirtschaft. Steigende Öl- und Gaspreise, Unsicherheit an den Märkten und wachsender Druck auf Europa zeigen, wie schnell sich ein regionaler Krieg international ausweitet. Sie merken, die Welt ist total aus den Angeln.“ Gabriel warnt vor einer Dynamik, in der keine Seite die volle Kontrolle über die Eskalation hat.

Europa zwischen Abschreckung und Illusionen. Während Frankreich sein nukleares Schutzversprechen ausweitet, mahnt Gabriel zur strategischen Nüchternheit. Deutschland müsse vor allem konventionell abschreckungsfähig werden – nicht über eigene Atomwaffen spekulieren. Wir tun so, als seien wir hilflos, sind wir gar nicht. Entscheidend sei die Kombination aus militärischer Stärke und Verhandlungsbereitschaft.

In diesem Podcast analysieren Sigmar Gabriel und Chelsea Spieker die Risiken von Trumps Iran-Strategie, die Rolle Chinas und Russlands – und die Frage, wie Europa in einer zunehmend enthemmten Weltordnung bestehen kann.

Produktion: Till Robert Schmidt

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