Kolumne "Situation Room": Abschied von Illusionen

 © The Pioneer

Das Engagement der Bundeswehr wandelt sich. Wenn der Afghanistan-Einsatz bald endet, verzeichnet die Landkarte der deutschen Auslandseinsätze überwiegend Missionen mit kleinen deutschen Kontingenten. Was nützen diese?

Die Ära der großen „Out-of-Area“-Auslandseinsätze neigt sich nach einem Vierteljahrhundert offenbar dem Ende zu. Das Pendel schlägt jetzt aus in Richtung Bündnisverteidigung in Europa, zum Beispiel im Baktikum.

Zeitweise waren 11.000 Bundeswehrsoldaten gleichzeitig in internationalen Militärinterventionen eingesetzt: auf dem Balkan (bis zu 8.500), in Afghanistan (bis zu 5.400), im Mittelmeer und im Indischen Ozean, in Djibouti, in Mali und Niger, im Irak und in Jordanien.

Wenn Anfang Juli mit dem Abzug der Amerikaner auch für das deutsche Militär die Nato-Mission in Afghanistan endet, bleiben auf der Bundeswehr-Landkarte zwar immer noch eine Menge Einsatzgebiete. Aber bis auf Mali (bis zu 1500) handelt es sich um Missionen mit kleinen deutschen Kontingenten, insgesamt gegenwärtig weniger als 2000 Soldatinnen und Soldaten.

Und wenn, wie vom französischen Präsidenten angekündigt, Frankreich seine Antiterror-Operationen in der Sahel-Region beendet oder stark reduziert, stellt sich auch dort für die Deutschen die Sinnfrage.

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