Bundeswehr: Das KSK und die geheime Kultur des Wegschauens

 © dpa

Deutschlands Elitesoldaten stehen seit Monaten in der Kritik, noch hat ihr Verband, das KSK, das überlebt. Auch diesmal? Immer klarer wird, dass Missstände in Wahrheit über ein Jahrzehnt hinweg geduldet wurden – von gleich mehreren Generälen, die heute Spitzenposten innehaben.

Der Mann, der einst ein Sturmgewehr und tausende Schuss Munition in Kisten versteckte, wirkt am Tag der Entscheidung ruhig und demütig. Sanft ist das Licht im großen Saal des Leipziger Landgerichts, hinter dem Mann sitzt seine Verlobte, über ihren Köpfen schwebt ein schwerer Kronleuchter. So nimmt der Kommandokämpfer Philipp Sch. sein Urteil entgegen. Zwei Jahre auf Bewährung. Der Oberstabsfeldwebel des Kommando Spezialkräfte (KSK) atmet durch.

Er muss nicht zurück ins Gefängnis und bekommt keine Fußfessel mehr angelegt. Vielleicht hat er deshalb Glück gehabt – denn die Vorwürfe der Anklage waren erheblich: Ein ganzes Arsenal von Waffen, Munition und Sprengstoff hatte er jahrelang zuhause versteckt, ehe er noch in der Kaserne verhaftet wurde. Die Bundeswehr wird sein Fall trotzdem noch lange beschäftigen.

Wenn Sie bereits Pioneer sind, loggen Sie sich bitte ein, um den ganzen Artikel zu lesen.

Wenn Sie noch kein Pioneer sind, können Sie sich direkt auf dieser Seite anmelden. Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus und halten Sie unsere Angebote werbefrei. Sie erhalten sofort Zugriff auf alle Pioneer-Inhalte.

Weiterlesen?Join ThePioneer!

Werden Sie jetzt Pioneer und erhalten Sie Zugang zu allen journalistischen Inhalten und unserem Medienschiff ThePioneer One.

Ich komme an Bord

Schon Pioneer?

In der Mitgliedschaft enthalten
Lädt...