Kanzler in Warschau: Das Prinzip Scholz

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Bei seinen ersten Auslandsreisen präsentiert Olaf Scholz seine Politikmethode, die weit über die Außenpolitik hinausreicht. Impulse werden unterdrückt, Provokationen vermieden, Konflikte moderiert. Kann er sich so eine erfolgreiche Kanzlerschaft sichern?

Es ist Sonntagabend in Warschau, als Polens Premierminister Matteusz Morawiecki den neuen deutschen Bundeskanzler mit zahlreichen Provokationen aus der Reserve locken möchte. Die Gas-Pipeline Nord Stream 2 etwa, langjähriger Streitpunkt zwischen Deutschland und Polen, solle am besten sofort gestoppt werden.

Doch Olaf Scholz lässt sich auf das Spiel nicht ein. In 25 Jahren werde dort ohnehin kein Gas mehr fließen, sagt er. So wichtig sei das Projekt ja gar nicht. Die Energiewende komme schließlich schneller als wir alle denken.

Auch bei dem immer wieder aufkommenden Thema Reparationsforderungen bleibt Scholz cool. Man zahle als Folge der Geschichte in Europa mehr als andere Länder. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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