Flucht aus Afghanistan: Sieben Tage im August

 © Christian Schweppe für The Pioneer

Tamina Ahmadi analysiert als Journalistin Propaganda der Taliban für die Bundeswehr. Als die Islamisten in Kabul einrücken, endet für die junge Frau das Leben wie sie es kennt. Sie muss fliehen, aber die Deutschen lassen sie allein. Nur mit unserem Reporter hält sie auf der Flucht Kontakt.

Die Taliban kommen an einem Sonntag, sie tragen Sonnenbrille und Kalaschnikow. Von überall strömen sie herbei, Bilder halten es fest, das hier ist jetzt ihre Stadt. Bald schon flieht der Präsident, Aschraf Ghani, in einem Helikopter verlässt er das Land. Millionen andere können das nicht.

Auch Tamina Ahmadi, von der ihr Bruder sagt, sie sei ein ängstliches Kind gewesen, bleibt zurück. Wie die meisten Menschen in Afghanistan. Sie alle erleben mit dem Fall der Regierung die nächste Zeitenwende ihrer kriegsgeplagten Heimat.

Den Tag nach dem Fall der Hauptstadt Kabul verbringt die junge Afghanin Ahmadi in ihrem Versteck hockend, irgendwo im Süden der Stadt, im Haus, das ihr Vater noch selbst gebaut hatte und das in einer Straße ohne Namen steht. Raus traut sich Tamina Ahmadi nicht mehr. Morgens liegen Patronenhülsen im Hof. Es fallen Schüsse.

Und Ahmadi muss: weg.

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