Lencke Wischhusen kandidiert nicht mehr : Polit-Rente mit 36

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Sie holte die Bremer FDP aus der Versenkung hervor und bestach mit frischen Wahlkämpfen und selbstbewussten Auftritten. Nun kündigt die FDP-Politikerin Lencke Wischhusen ihren Abschied aus der Politik an. Sie will mehr gestalten - und wechselt deshalb in die Wirtschaft.

Die FDP verliert wenige Monate nach dem Abschied von Katja Suding aus der Politik erneut ein prominentes weibliches Gesicht.

Die Bremer FDP-Fraktionschefin Lencke Wischhusen kündigt ihren Rückzug aus der Politik an. Im Mai 2023 will sie nicht erneut für die Bremer Bürgerschaft kandidieren, sondern in die Privatwirtschaft wechseln.

“Ich habe immer gesagt. Politik ist ein Projekt auf Zeit. Für mich ist es dann nach 8 Jahren an der Spitze der Fraktion in Bremen Zeit etwas Neues zu beginnen”, sagte uns Wischhusen.

“Mein Herz schlägt für das Unternehmertum, für den Mittelstand”, begründet die 36-jährige Diplom-Kauffrau, die frühere Geschäftsführerin eines Bremer Verpackungsunternehmens ist und bis 2015 Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer war, den Schritt.

Für die FDP im Bund, aber vor allem in Bremen, dürfte der Rückzug ein herber Verlust sein.

Für die Liberalen in Bremen war Lencke Wischhusen seit 2014, damals hieß sie noch Steiner, vor allem eines: die Rettung vor der Bedeutungslosigkeit.

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