Gerhard Schröders Bundesverdienstkreuz : Schröders Orden und Steinmeiers Beitrag

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Muss Steinmeier seinem Kumpel Gerhard Schröder das Bundesverdienstkreuz abnehmen? Die Opposition fordert dies, doch der Präsident hat eigentlich gerade andere Sorgen.

Eigentlich wollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit neuen Mitarbeitern, neuen Themen und neuem Elan in seine zweite und letzte Amtszeit starten.

Eigentlich.

Doch dann holte die Vergangenheit den 66-jährigen Präsidenten ein.

Und zwar mit Wucht.

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine musste sich Steinmeier massive Kritik an seiner früheren Umarmungs-Politik gegenüber Russland erwehren.

Steinmeier hatte ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu dem immer noch amtierenden Außenminister Sergej Lawrow.

Frank-Walter Steinmeier und Sergej Lawrow 2016 in Moskau.  © dpa

Steinmeier räumte Fehler ein, verurteilte den Angriffskrieg Russlands mit scharfen Worten und bemüht sich um Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.

Doch gestern hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Steinmeiers Idee einer Reise nach Kiew eine Absage erteilt. Steinmeier sei unerwünscht, lautete die Botschaft.

Eine Peinlichkeit, die noch kein Bundespräsident erleben musste.

Nun holt Steinmeier zu allem Überdruss auch noch seine langjährige politische Freundschaft zu Gerhard Schröder ein.

Im Amt wurde unlängst darüber diskutiert, ob der Bundespräsident seinem einstigen Weggefährten nicht das Bundesverdienstkreuz aberkennen müsse.

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