Kolumne "Situation Room": Wer könnte Verteidigungsminister werden?

Als Verteidigungsminister wird man nicht geboren, Erfahrung im Bundesland kann man nicht sammeln - und die profilierten Fachpolitiker werden oft übergangen. Wer eignet sich also zum Verteidigungsminister der nächsten Regierungsperiode, sollte Annegret Kramp-Karrenbauer nicht bleiben?

Nur noch ein halbes Jahr, dann ist Bundestagswahl. Für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt es bisher erst einen Kandidaten, Olaf Scholz von der SPD. Grüne und CDU/CSU wollen ihre Personalvorschläge zwischen Ostern und Pfingsten benennen. Dafür müssen sich in beiden Fällen jeweils zwei in Frage kommende Personen untereinander verständigen.

Wenn schließlich eine neue Regierungskoalition gebildet sein wird, müssen in einem basarartigen Verfahren die Ministerposten auf die beteiligten Parteien verteilt und von diesen nach den vorherrschenden Proporzbedürfnissen besetzt werden.

Für das Verteidigungsministerium kommen nach bisheriger Praxis vorzugsweise Persönlichkeiten in Frage, die bereits ein starkes politisches Standing haben. Sie werden nicht dadurch wichtig und mächtig, dass sie das Amt an der Spitze der Bundeswehr übernehmen, sondern sie müssen schon Macht mitbringen, um erfolgreich wirken zu können. Die Position der Inhaberin oder des Inhabers der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden ist kein Job für talentierte Anfänger oder Nur-Experten.

Man sollte vorher Partei- oder Fraktionsvorsitzender gewesen sein, Bundesminister oder Ministerpräsident wie Franz-Josef Strauß, Kai-Uwe von Hassel, Gerhard Schröder (CDU), Helmut Schmidt, Georg Leber, Hans Apel,

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