NRW-Landtagswahlen : Wüst holt sich Merkel-Berater für Wahlkampf

Nach der Wahlschlappe im Saarland schaut die CDU auf Hendrik Wüst. Der NRW-Ministerpräsident soll im Mai das größte Bundesland für die Konservativen sichern und eine Debatte über Friedrich Merz verhindern. Dabei setzt er auf ehemalige Merkel-Berater. 

Hendrik Wüst ist jetzt der Go-to-Guy der Union. In der US-amerikanischen Basketball-Profiliga bezeichnet man so den Spieler, der bei knappem Ergebnis in der letzten Minute den Ball bekommt und den Korb machen muss.

Der Mann, auf den es ankommt.

Denn im politischen Wettkampf dieses Superwahljahres ist die NRW-Landtagswahl im Mai so etwas wie das Endspiel. Sollte der 1,91 Meter große Regierungschef in Düsseldorf die Staatskanzlei für die CDU halten und das bevölkerungsreichste Bundesland weiter von der CDU regiert werden, ist ein Comeback der Merz-CDU auch im Bund denkbar.

Die Blockadeposition im Bundesrat wäre gesichert, und was im Konrad-Adenauer-Haus mindestens so wichtig ist: Für CDU-Chef Friedrich Merz, selbst Nordrhein-Westfale, könnte ein Wahlsieg an Rhein und Ruhr existenziell werden.

Denn nach dem desaströsen Ergebnis für die CDU im Saarland und einem möglichen Regierungswechsel in Schleswig-Holstein bei der Wahl Anfang Mai (eine Ampel-Koalition gegen die CDU ist nach Umfragen möglich), wäre ein Sieg an Rhein und Ruhr zwingend, um eine neue Personaldebatte zu vermeiden.

Intern hat das Konrad-Adenauer-Haus auch deshalb die Losung ausgegeben, alle finanziellen und personellen Kapazitäten für die NRW-Wahl zur Verfügung zu stellen.

Hendrik Wüst könnte also das politische Jahr für Friedrich Merz retten. Dabei setzt er ausgerechnet auf drei ehemalige Beraterinnen und Berater von Ex-Kanzlerin Angela Merkel.

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