Es ist längst kein Geheimnis mehr: Mit der deutschen Autoindustrie geht es bergab. Fortlaufend werden neue Zahlen präsentiert, die die Autonation Deutschland in ein zunehmend schlechtes Licht rücken. Im Pioneer-Podcast spricht die ehemalige Staatsministerin im Kanzleramt und heutige Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, Hildegard Müller, über die Probleme der Industrie aus ihrer Sicht: Sie sagt:
Die Veränderung in der Wertschöpfung ist ernst zu nehmen. Das Verbrennerauto hat wesentlich mehr Komponenten als ein Elektroauto. Das bedeutet, dass bis 2035, wenn man das Referenzjahr 2019 nimmt, rund 190.000 Jobs durch diese Transformation verloren gehen.
Die Industrie halte dagegen:
Hildegard Müller und Gabor Steingart im Interview-Vorgespräch, 26.08.2025 © Anne HufnaglWir investieren in den nächsten Jahren enorm viel in die Transformation, rund 320 Milliarden Euro für Forschung, Entwicklung, Digitalisierung und 220 Milliarden für den Auf- und Umbau von Werken. Darüber könnten neue Jobs entstehen. Aber, und das beweisen die aktuellen Zahlen, der Standort ist international immer weniger wettbewerbsfähig.
Für Müller geht es nicht um die Frage, ob es in Zukunft noch deutsche Autos gibt, sondern „ob sie dann auch noch in Deutschland gebaut werden“. Auch in China sei die deutsche Automobilindustrie durchaus erfolgreich, auch wenn die Marktanteile rückläufig sind:
Auf ein Auto, was die Chinesen in Deutschland verkaufen, verkaufen wir 140 in China.
Und mit Blick auf die Konkurrenz in den USA und den Aktienkurs von Tesla mahnt sie:
Man muss sehen, dass es in den vergangenen Monaten eine Aktienkurskonsolidierung bei Tesla gegeben hat. Tesla verdient am meisten durch den Handel mit Zertifikaten, aber nicht mit dem Bau von Autos.
Fazit: Hildegard Müller liefert die Fakten zum Gefühl. Die deutsche Automobilindustrie kämpft. Die Beschäftigung hierzulande hat ihren Zenit überschritten. Das ganze Interview hören Sie am Samstag als „Pioneer Spezial“. Die Highlights hören Sie schon jetzt im aktuellen Pioneer-Briefing: