Atomstrom: Brauchen wir Kernkraft?

Eigentlich sollten die verbliebenen drei AKWs zum Jahresende abgestellt werden. Doch das könnte sich angesichts der Energiekrise, die Deutschland nicht zuletzt wegen reduzierter russischer Gaslieferungen bevorsteht, noch wieder ändern. Gordon Repinski mit 7 Fakten über die Kernkraft.

Das Spiel des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin ist so effektiv wie durchschaubar. Er reduziert nicht nur die Gaslieferungen an Deutschland, er spielt mit den Nöten seines guten, aber abhängigen Kunden. Mal 40 Prozent, dann nichts, dann wieder 40. Ab morgen werden nun die Lieferungen noch einmal halbiert.

Das Spiel dürfte sich wiederholen, solange das Land gebannt auf den Präsidenten in Moskau schaut. Der blickt vom Kreml aus im zufriedenen Gefühl besonderer Macht zurück gen Westen.

Wladimir Putin © Imago

Putins Stärke ist das Ergebnis jahrelang verfehlter Energiepolitik hierzulande.

Quasi gleichzeitig müssen in diesem Jahr Kohle, Kernkraft und Gas ersetzt werden. Das ist zu viel für die größte Volkswirtschaft Europas.

Es ist Zeit für einen unverstellten Blick auf die Energieversorgung, gerade dort, wo Ideologie auf allen politischen Seiten jahrelang richtige Ergebnisse verhindert hat.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) unterzieht seit einigen Tagen der deutschen Stromversorgung einen Stresstest. Das Ergebnis kann sein, dass auch die verbliebenen deutschen Atomkraftwerke länger betrieben werden.

Doch einige Fakten zur einstigen Zukunftsenergie sind schon jetzt klar:

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