Die chinesische Wirtschaft gerät ins Straucheln: Chinas wachsende Wirtschaftsprobleme

Die chinesische Wirtschaft wird durch äußere Einflüsse getestet. Die Corona-Pandemie, hohe Jugendarbeitslosigkeit und die Folgen der Ein-Kind-Politik zwingen zum Umdenken.

Lange galt die chinesische Volkswirtschaft als Zugpferd der Weltwirtschaft. Politiker und Wirtschaftsführer reisten in das Reich der Mitte, um Verträge in Milliardenhöhe zu unterzeichnen; man umgarnte die Funktionäre der chinesischen KP wie kaum eine andere politische Elite.

Eine Infografik mit dem Titel: China: Der wichtige Handelspartner

Handelsbilanz der EU, USA und Deutschland gegenüber China 2021, in Milliarden Euro

Doch das einstige Zugpferd scheint aus dem Tritt zu geraten. Das ökonomisch schwache erste Halbjahr – die von vielen Experten prophezeite Erholung Chinas nach Covid ist nicht eingetreten – dürfte sich laut einer Analyse der US-Bank Morgan Stanley auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. Man rechnet mit einer „unterdurchschnittlichen Erholung für das zweite Halbjahr in 2022”.

Und auch für 2023 sind die Experten pessimistisch. Die Ökonomen der OECD sowie der Weltbank prognostizieren derzeit ein nominales BIP-Wachstum von 4,9 Prozent, was signifikant unter der zehnjährigen BIP-Wachstumsrate Chinas von 7,9 Prozent pro Jahr liegt.

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