Business Class Edition: Joe Biden: Der Absturz

Guten Morgen,

im Windschatten des europäischen Krieges droht unterzugehen, dass der amerikanische Präsident im eigenen Volk immer weiter an Rückhalt verliert. Alle schauen auf Putin. Den Mann im Schatten des Weißen Hauses sieht man nicht.

Dabei ist das politische Siechtum des Joe Biden bereits weit fortgeschritten. Der 79-Jährige Amtsinhaber, der sich noch nicht entschlossen hat, ob er ein zweites Mal antritt, konnte zwar im November 2020 gegen Donald Trump gewinnen, aber seither im Washingtoner Powerplay keinen einzigen Punkt erzielen. Hier sind die fünf Gründe, warum ihm bei den Zwischenwahlen im November diesen Jahres ein Desaster drohen dürfte:

Verzweiflung am Flughafen Kabul © dpa

1. Joe Biden ist der Präsident des unrühmlichen Abzugs aus Kabul. 20 Jahre nach dem Einmarsch in Afghanistan – damals im Rahmen der „Operation Enduring Freedom” – zog sich der Westen im August 2021 zurück. Der Abzug war noch von Trump mit den Taliban verabredet worden, aber der Rückmarsch wurde vom Team Biden organisiert. Wenn es einen Oscar für Dilettantismus gäbe, hätte Biden ihn sich in Kabul verdient.

Eine Infografik mit dem Titel: Der unbeliebte Präsident

Durchschnittliche Zustimmungswerte der Arbeit von US-Präsident Joe Biden, in Prozent

2. Er ist der Präsident der Geldentwertung. Nicht unter seiner Führung, wohl aber in seiner Verantwortung haben die Preise in den USA zu galoppieren begonnen. In den vier Amtsjahren von Donald Trump lag die Geldentwertung bei durchschnittlich 1,9 Prozent. In den nunmehr 16 Monaten der Regierung Joe Bidens zogen die Lebenshaltungskosten von 1,3 auf nunmehr 8,5 Prozent an. Dieser Wohlstandsverlust berührt die meisten amerikanischen Haushalte mehr als die Fragen von Klima, Krieg und Gendergerechtigkeit.

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