Business Class Edition: Reformstau bei ARD und ZDF

Guten Morgen,

Erst Frankreich, dann Schlesinger.

Es sind keine guten Zeiten für das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem.

Nach dem auch die französische Nationalversammlung für den Wegfall der Rundfunkgebühren gestimmt hat und in Deutschland die RBB-Intendantin den ARD-Vorsitz nach einer Affäre um Vetternwirtschaft und Korruptionsvorwürfen abgeben musste, ist das System wieder einmal mit sich selbst beschäftigt.

Patricia Schlesinger © dpa

In der 20-Uhr-Tagesschau fand die revolutionäre Entscheidung aus Frankreich in den vergangenen Tagen zwar keine Erwähnung, der Teil-Rückzug Schlesingers aber schaffte es immerhin gestern in eine 22-Sekunden-Meldung.

Nichts fürchten die öffentlich-rechtlichen Medien so sehr wie eine Debatte über sich selbst.

Über Strukturen, über Finanzierung und über den Sinn eines Angebots, das immer weniger junge Menschen konsumieren wollen.

Deutschland leistet sich den teuersten öffentlichen Rundfunk der Welt.

Für 21 TV-Sender und 73 Radiosender geben die Gebührenzahler rund 8,5 Milliarden Euro pro Jahr aus.

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