Business Class Edition: Warum XXL-Schulden asozial sind

Guten Morgen,

der Kampf um die Schuldenbremse entwickelt sich zum heißesten Frontabschnitt dieser Regierung. Hier werden die schweren Waffen aufgefahren, zumindest argumentativ.

Es geht oberflächlich betrachtet um das Ringen der FDP mit dem Rest der Welt. In Wahrheit aber geht es um das weit verbreitete Bedürfnis nach ewiger Gegenwart, das sich erneut auf Kosten des Zukünftigen austoben möchte. Es gibt in der Bilanz der Gegenwartsgierigen kein Soll und kein Haben, nur ein ewiges Haben-Wollen.

Markus Söder © imago

Der Gegenwartsgierige trägt mit gerötetem Kopf stets eine neue Notlage vor, mit der sich die Schuldenbremse ausbauen und die Ansprüche an ein noch zu erwirtschaftendes Bruttosozialprodukt begründen lassen. „Notlage!”, ruft Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. „Jetzt nur keine Prinzipienreiterei”, sekundiert sogar Markus Söder. Die Front der Big Spender steht stabiler als Putins Armee.

Dabei gibt es sieben gute Gründe, diese Phalanx des ewigen Brauchens und Haben-Wollens zu durchbrechen und der Nachhaltigkeit auch in der Fiskalpolitik zum Durchbruch zu verhelfen:

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