Business Class Edition: Bürgergeld & Co: Wie der Staat die Arbeitsgesellschaft ruiniert

Guten Morgen,

Vater Staat ist uns nicht nur lieb und teuer, er ist auch ein bisschen verrückt. Als befinde er sich im Zustand geistiger Umnachtung, bekämpft er derzeit nicht den Facharbeitermangel, sondern gleich das Arbeiten selbst. Wahrscheinlich denkt er praktisch: Wer Arbeit und Arbeitseinkommen beseitigt, der braucht auch keine Facharbeiter mehr. Dem CO2-Footprint unserer Volkswirtschaft würde diese radikalste aller Lösungen, die Schrumpfung der Industriegesellschaft, sicher guttun.

Hier ein fein aufeinander abgestimmtes 7-Punkte-Programm, das seine Wirkung am Arbeitsmarkt nicht verfehlen dürfte. Man könnte meinen, der Surrealismus hat das Museum verlassen:

Christine Lagarde © imago

1. Man lasse die Inflation, mit Rücksicht auf geopolitische Ambitionen in Europa, unbedingt weiter in die Höhe schießen. Die flauschige Zinserhöhungspolitik der EZB leistet hier, anders als das knallharte Vorgehen der Amerikaner, gute Dienste. Denn die Inflation macht das Leben nicht nur teurer, sondern entwertet auch die Ware Arbeitskraft. Früher hatte man durch die Steuer weniger Netto vom Brutto. Jetzt hat man – das ist der Clou dabei – zusätzlich noch weniger vom Netto.

2. Man verhindere einen Inflationsausgleich bei den regulären Löhnen. Und siehe da, unterm Strich steht ein veritabler Reallohnverlust.

Lädt...